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Symbolbild, KI-generiert

UnitedHealth Aktie: Struktureller Neustart

Der US-Versicherer UnitedHealth verzeichnet einen deutlichen Gewinnrückgang und erwartet weiteren Mitgliederschwund. Das Management sieht 2026 als Jahr der Neuausrichtung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starker Gewinneinbruch im Kerngeschäft
  • Erwarteter Verlust von Millionen Mitgliedern
  • Pharmasparte Optum Rx als positiver Ausreißer
  • Ausstehende CMS-Entscheidung als zentrales Risiko

UnitedHealth Group steckt mitten in einem schwierigen Jahr. Der US-Krankenversicherungsriese kämpft gleichzeitig mit dem ersten Umsatzrückgang seit einem Jahrzehnt, einer laufenden Untersuchung des US-Justizministeriums und einem massiven Mitgliederschwund im Medicare-Advantage-Geschäft. Das Management nennt 2026 offen ein „Reset-Jahr“ — und die Zahlen geben dieser Einschätzung Gewicht.

Einbruch beim Kerngeschäft

Der Druck auf die Margen ist erheblich. Die sogenannte Medical Care Ratio — der Anteil der Prämieneinnahmen, der für Gesundheitsleistungen ausgegeben wird — stieg 2025 auf 88,9 Prozent, ein Anstieg von 340 Basispunkten gegenüber dem Vorjahr. Verantwortlich dafür ist ein anhaltender Nachholeffekt bei ambulanten Operationen und Diagnostik nach der Pandemie. Das Ergebnis: Der operative Gewinn im Versicherungssegment UnitedHealthcare brach von 15,6 Milliarden Dollar im Jahr 2024 auf 9,4 Milliarden Dollar im Jahr 2025 ein — ein Rückgang von rund 40 Prozent.

Für 2026 erwartet das Unternehmen einen weiteren Mitgliederschwund von 2,3 bis 2,8 Millionen Versicherten über alle Geschäftsbereiche hinweg. Allein im Medicare-Advantage-Segment rechnet UnitedHealthcare mit dem Verlust von 1,3 bis 1,4 Millionen Mitgliedern — deutlich mehr als die ursprünglich erwartete Million.

Optum Rx als Lichtblick

Nicht alle Segmente zeigen das gleiche Bild. Die Pharmaeinheit Optum Rx steigerte ihren Jahresumsatz 2025 um 16 Prozent auf 154,7 Milliarden Dollar, der operative Gewinn kletterte von 5,8 auf 7,2 Milliarden Dollar. Für Optum Health — das Segment mit den operativen Verlusten — prognostiziert das Unternehmen für 2026 immerhin ein operatives Gewinnwachstum von rund 9 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2026 peilt UnitedHealth einen Umsatz von mehr als 439 Milliarden Dollar an, was einem Rückgang von etwa 2 Prozent gegenüber den 447,6 Milliarden Dollar aus 2025 entspricht. Der operative Gewinn soll über 24 Milliarden Dollar liegen, der bereinigte Gewinn je Aktie über 17,75 Dollar.

CMS-Entscheidung als Schlüsselvariable

Ein zentrales Risiko bleibt die ausstehende Entscheidung der US-Gesundheitsbehörde CMS über die Medicare-Advantage-Vergütungssätze für 2027, die üblicherweise Anfang April veröffentlicht wird. Der bisherige Vorschlag sieht eine Erhöhung von lediglich 0,09 Prozent vor — ein Wert, den UnitedHealthcare-CEO Tim Noel als nicht vereinbar mit der tatsächlichen Kostenentwicklung bezeichnete. Sollten die Sätze so finalisiert werden, kündigte Noel an, das Angebot im Medicare-Advantage-Bereich geografisch und leistungsseitig weiter zurückzufahren.

Trotz allem sieht das Management Spielraum für Verbesserungen: Rund 78 Prozent der Medicare-Advantage-Mitglieder sollen künftig in Plänen mit vier oder mehr Sternen versichert sein — ein Qualitätsmerkmal, das höhere Vergütungen ermöglicht und mittelfristig die Margen stützen soll. Ob das ausreicht, um den Druck durch die DOJ-Ermittlungen und die strukturellen Kostensteigerungen zu kompensieren, wird der Jahresverlauf zeigen.

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