Uniper gibt seinen Aktionären erstmals eine mittelfristige Orientierung für die Ausschüttung. Der Energiekonzern hat heute Vormittag seine Dividendenpolitik festgelegt. Sie beruht auf zwei Bausteinen und setzt auf planbares Wachstum.
Zwei Komponenten, ein Wachstumsziel
Die neue Politik kombiniert eine feste Untergrenze mit einem Wachstumsanspruch. Die Basisdividende liegt bei 300 Millionen Euro. Obendrauf strebt Uniper eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 7 Prozent an.
Für Anleger ist das vor allem ein Signal der Verlässlichkeit. Eine Mindestausschüttung in dieser Größenordnung gibt Planungssicherheit, das Wachstumsziel schafft zusätzlich eine Perspektive.
Was für 2026 vorgesehen ist
Konkret beabsichtigt der Vorstand, der Hauptversammlung 2027 eine Dividende von 321 Millionen Euro vorzuschlagen. Das entspricht 0,77 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2026. Für 2025 flossen 300 Millionen Euro, also 0,72 Euro je Aktie.
Der Vorschlag steht allerdings unter Vorbehalt. Er hängt von einem entsprechenden handelsrechtlichen Bilanzgewinn der Uniper SE ab. Zudem müssen die Aktionäre zustimmen. Bis dahin handelt es sich um eine Absichtserklärung, nicht um einen Beschluss.
Timing vor dem Kapitalmarkttag
Die Mitteilung kommt kurz vor dem Kapitalmarkttag in London am 16. November. Dort dürfte das Management seine mittelfristige Strategie näher erläutern. Die Dividendenpolitik liefert dafür schon jetzt einen Rahmen, der vermutlich Gegenstand der Investorengespräche sein wird.
Die Eckdaten stehen: Mindestens 300 Millionen Euro Basisdividende, 7 Prozent Wachstumsziel, und 0,77 Euro je Aktie als Vorschlag für die Hauptversammlung 2027. Ob der Bilanzgewinn die Ausschüttung trägt, zeigt sich mit dem Jahresabschluss 2026.
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