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Union Pacific Aktie: Merger unter Beschuss

Vier große Bahnkonkurrenten stellen formelle Einwände gegen die geplante Fusion von Union Pacific und Norfolk Southern. Sie bemängeln unvollständige Antragsunterlagen, was den Zeitplan gefährdet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vier Konkurrenten erheben Einspruch bei Aufsichtsbehörde
  • Kritik an unvollständigen Fusionsunterlagen
  • Deal könnte sich deutlich verzögern
  • Aktionäre von Norfolk Southern stimmten zu

Die geplante Mega-Fusion von Union Pacific mit Norfolk Southern gerät zunehmend unter Druck. Gleich vier große Konkurrenten der Bahnindustrie haben nun formell Einspruch gegen die Anträge bei der Aufsichtsbehörde erhoben. Sie werfen den Unternehmen vor, unvollständige Unterlagen eingereicht zu haben – ein Verfahrensfehler, der den gesamten Zeitplan des Deals gefährden könnte.

Die Vorwürfe der Konkurrenz

Die Rivalen BNSF, CSX, Canadian National und CPKC haben beim Surface Transportation Board (STB) beantragt, den Fusionsantrag abzulehnen. Ihre Kritik ist konkret: Die am 19. Dezember eingereichten Unterlagen enthielten nicht alle gesetzlich geforderten Informationen. So fehlten laut den Beschwerden entscheidende Analysen zu den Auswirkungen auf den Wettbewerb, Daten zur Verlagerung von Fracht auf die Straße sowie Notfallpläne für mögliche Betriebsstörungen.

Union Pacific und Norfolk Southern wiesen die Vorwürfe bereits zurück. Sie betonen, alle Anforderungen erfüllt zu haben, und sehen in den Einwänden einen Versuch der Konkurrenz, den Prozess zu verzögern. Die Aufsichtsbehörde STB muss nun zunächst über die Formfehler entscheiden, bevor eine inhaltliche Prüfung der Fusion überhaupt beginnen kann.

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Hoher Einsatz und nächste Schritte

Bei dem Deal geht es um viel. Die Fusion würde den ersten transkontinentalen Bahnkonzern der USA mit einem Unternehmenswert von über 250 Milliarden Dollar schaffen. Die Aktionäre von Norfolk Southern stimmten dem Vorhaben im November mit überwältigender Mehrheit von rund 99 Prozent zu.

Die nächsten Termine rücken nun in den Fokus der Anleger. Die Aufsichtsentscheidung des STB zur Vollständigkeit der Anträge steht an. Sollte die Behörde den Einwänden folgen, müssten die Unternehmen nachbessern – was den angestrebten Abschluss im Jahr 2027 deutlich verzögern könnte. Zudem stehen die Quartalszahlen beider Unternehmen Ende Januar an. Analysten werden genau auf mögliche steigende Kosten für den regulatorischen Kampf achten.

Die Aktie von Union Pacific notiert mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 19,5 unterhalb des Branchendurchschnitts. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei etwa 260 Dollar und deutet auf Potenzial nach oben hin. Ob dieses realisiert werden kann, hängt nun maßgeblich vom weiteren Verlauf des regulatorischen Ringens ab.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.