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Unilever Aktie: Analysten bleiben positiv

Zwei große Investmentbanken stützen Unilever mit Bestätigung ihrer Kaufempfehlungen. Der Kurs liegt trotz jüngster Portfolio-Umbauten über allen wichtigen Durchschnitten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • JP Morgan und Bernstein bestätigen Kaufempfehlungen
  • Kurs liegt über allen relevanten gleitenden Durchschnitten
  • Strategischer Fokus auf Beauty und Körperpflege
  • Aktie zeigt robustes charttechnisches Setup

Unilever geht in die letzte Handelssitzung des Jahres 2025 mit frischer Unterstützung von zwei großen Investmentbanken. JP Morgan und Bernstein haben ihre Kaufempfehlungen bestätigt und stützen damit die Stimmung nach einem Monat tiefgreifender Portfolio-Umbauten.

Analystenvertrauen und Chartbild

Am Dienstag bestätigte JP-Morgan-Analystin Celine Pannuti ihr „Buy“-Rating für Unilever. Bernstein zog nach und bekräftigte ebenfalls eine Kaufempfehlung in einer Studie vom späten gestrigen Abend. Das doppelte Votum stabilisiert den Titel zum Jahresende und unterstreicht das Vertrauen in den laufenden Kurs des Managements.

Charttechnisch präsentiert sich die Aktie trotz leichter Rücksetzer robust. Zum Handelsschluss am Dienstag lag der Kurs bei 4.852,50 GBX, ein Minus von 0,15 % im Tagesverlauf. Wichtige gleitende Durchschnitte verlaufen aktuell deutlich darunter:

  • 20-Tage-Linie: 4.732 GBX
  • 50-Tage-Linie: 4.645 GBX
  • 200-Tage-Linie: 4.593 GBX

Damit liegt der Kurs über den relevanten Durchschnittslinien im Kurz-, Mittel- und Langfristbereich – ein klassisches bullishes Setup. Auch Indikatoren wie RSI und MACD senden Kaufsignale und werten die jüngste Seitwärtsphase eher als Konsolidierung innerhalb eines Aufwärtstrends.

Auf Unternehmensebene meldete die Tochter Hindustan Unilever Limited (HUL) gestern eine Governance-Anpassung: Rohit Jhunjhunwala wurde zum internen Prüfer für Kwality Wall’s (India) bestellt. Der Effekt auf den Konzernumsatz ist gering, die Maßnahme steht aber für striktere Prozesse in den weltweiten Tochtergesellschaften.

Portfolio-Umbau und strategische Neuausrichtung

Die bestätigten Kaufempfehlungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem CEO Fernando Fernandez den Konzern konsequent umbaut. Im Mittelpunkt steht der Schritt weg von margenschwächeren Lebensmittelaktivitäten hin zu wachstumsstärkeren Bereichen wie Beauty, Körperpflege und Wellbeing.

Zentrale Transaktionen im Dezember:

  • 8. Dezember: Vorantreiben der Abspaltung des Speiseeis-Geschäfts, das nun als Magnum Ice Cream Company eigenständig aufgestellt wird. Damit trennt Unilever das kapitalintensive Tiefkühl- und Kühlketten-Geschäft vom Kerngeschäft.
  • 1. Dezember: Verkauf der gesunden Snack-Marke Graze an Katjes International.

Diese Schritte bauen auf Maßnahmen des laufenden Jahres auf. Bereits im Juni 2025 hatte Unilever die Körperpflegemarke Dr. Squatch übernommen und damit den strategischen Fokus auf das „Grocer to Groomer“-Modell weiter untermauert.

Die bislang stabile Kursentwicklung trotz der strukturellen Eingriffe deutet darauf hin, dass der Markt die Umsetzungsrisiken weitgehend eingepreist hat und nun verstärkt auf mögliche Margenverbesserungen im Jahr 2026 schaut.

Ausblick: Wichtige Marken im Blick

Für die ersten Handelswochen 2026 bleibt das technische Bild konstruktiv. Im Fokus steht eine Widerstandszone zwischen 4.900 und 4.967 GBX. Ein klarer Ausbruch darüber würde den Weg zu neuen Jahreshochs öffnen. Auf der Unterseite liegt eine unmittelbare Unterstützung bei 4.753 GBX, nahe der 20-Tage-Linie.

Trotz der positiven Signale bei Unilever ist das Umfeld an den Märkten nicht euphorisch. Der Fear-&-Greed-Index notierte Ende Dezember bei 39 („Fear“) und spiegelt eine eher vorsichtige Grundhaltung wider. Entscheidend für die nächste Bewertungsrunde dürfte der Q4-Bericht sein, bei dem der Markt genau prüfen wird, ob die im Dezember angestoßenen Abspaltungen die erwarteten Effizienzgewinne liefern.

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