Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte sind vollformatige Humanoid-Roboter die wichtigste Einnahmequelle von Ubtech Robotics — und das mit einer Wachstumsrate, die kaum Vergleiche kennt. Während die fundamentale Transformation des Geschäftsmodells Fahrt aufnimmt, kämpft die Aktie kurzfristig mit technischem Gegenwind.
Kurs korrigiert, Trend intakt
Die Aktie schloss die Woche mit einem Minus von gut zehn Prozent und notiert aktuell bei 11,50 Euro — unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von 12,25 Euro. Der RSI von 44,3 signalisiert keine überverkaufte Zone, deutet aber auf anhaltenden Verkaufsdruck hin. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus knapp 21 Prozent, womit das Papier noch rund 32 Prozent vom 52-Wochen-Hoch bei 16,95 Euro entfernt ist.
Vom Tief Ende März hat sich der Kurs allerdings bereits um rund 17 Prozent erholt. Das zeigt: Die Aktie reagiert sensibel auf Stimmungswechsel, bewegt sich aber in einem intakten mittelfristigen Aufwärtstrend.
Der „Humanoid Flip“
Der eigentliche Treiber der Kursfantasie liegt in den Jahreszahlen für 2025. Der Umsatz mit vollformatigen Humanoid-Robotern — Modelle über 160 Zentimeter Körpergröße — stieg von 35,6 Millionen Yuan auf 821 Millionen Yuan. Das entspricht einem Zuwachs von über 2.200 Prozent. Dieses Segment macht nun 41,1 Prozent des Gesamtumsatzes von 2,0 Milliarden Yuan aus und hat damit Bildungs- und Logistiksparten erstmals hinter sich gelassen.
Ausgeliefert wurden 1.079 Einheiten — gegenüber gerade einmal zehn im Vorjahr.
Margen steigen, Verluste schrumpfen
Die Verschiebung hin zu hochpreisigen Humanoid-Lösungen verbessert die Profitabilität spürbar. Die Bruttomarge im Humanoid-Segment erreichte 54,6 Prozent, die Konzernbruttomarge kletterte auf 37,7 Prozent nach 28,7 Prozent im Vorjahr. Der Nettoverlust sank von 1,16 Milliarden Yuan auf 789,8 Millionen Yuan.
Profitabel ist Ubtech Robotics damit noch nicht. Der Weg dorthin hängt maßgeblich davon ab, ob das Unternehmen seine industrielle Skalierung wie geplant umsetzt.
Pilotprojekte mit Airbus, Texas Instruments und Siemens
Drei internationale Partnerschaften unterstreichen den industriellen Anspruch des Unternehmens. Mit Airbus läuft ein Testprojekt für die Flugzeugmontage, Texas Instruments setzt den Walker S2 in einem Halbleiterwerk ein, und mit Siemens Digital Industries Software besteht eine Kooperationsvereinbarung mit dem Ziel, die Jahresproduktionskapazität bis Ende 2026 auf 10.000 Einheiten zu skalieren.
Dieses Produktionsziel ist der zentrale Maßstab, an dem institutionelle Investoren das Unternehmen messen werden. Gelingt die Skalierung, würde Ubtech Robotics seinen Vorsprung im noch jungen Markt für industrielle Humanoid-Roboter deutlich ausbauen — scheitert sie, dürfte der Kurs die aktuelle Schwäche weiter fortschreiben.
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