Die Schweizer Großbank UBS wagt einen strategischen Kurswechsel. Bisher verwaltete das Institut in den USA vor allem die Vermögen der Reichen. Ab Ende 2027 will die Bank unter dem Projektnamen „Build the Bank“ auch einfache Privat- und Sparkonten anbieten. Das Ziel: eine stabilere Basis an Kundeneinlagen.
Angriff auf US-Großbanken
Bisher müssen Kunden der UBS für alltägliche Bankgeschäfte oft zur Konkurrenz wechseln. Profiteure sind meist JPMorgan Chase oder Wells Fargo. Konzernchef Sergio Ermotti will diese Lücke nun schließen. Die Bank nutzt dafür ihre bestehende US-Banklizenz. Künftig soll ein Vollsortiment an Finanzdienstleistungen das Angebot abrunden. Das Ertragsmodell verknüpft dabei klassische Bankprodukte stärker mit der globalen Vermögensverwaltung.
Der Vorstoß stützt sich auf ein starkes Fundament. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete die UBS einen kräftigen Gewinnsprung. Der Nettogewinn stieg um 80 Prozent auf rund drei Milliarden US-Dollar. Parallel dazu kletterten die Erträge zweistellig.
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Ein wesentlicher Treiber ist die Übernahme der Credit Suisse. Das Management sieht sich bei der Zusammenführung der IT-Systeme im Endspurt. Bis zum Jahresende soll der Prozess im Wesentlichen abgeschlossen sein. Die Fusion liefert bereits jetzt hohe Kostenvorteile.
Gegenwind aus Bern
Trotz der operativen Stärke droht regulatorischer Druck. Der Schweizer Bundesrat plant schärfere Eigenmittelvorschriften für Großbanken. Passieren die Pläne unverändert das Parlament, rechnet das Institut mit einem zusätzlichen Kapitalbedarf. Es geht um rund 22 Milliarden US-Dollar. Die UBS kritisiert die Maßnahmen als international nicht abgestimmt.
Anleger blicken derweil auf die laufenden Aktienrückkäufe. Bis zum Sommer will die Bank eigene Papiere für drei Milliarden US-Dollar erwerben. Weitere Rückkäufe sind für die zweite Jahreshälfte geplant. Voraussetzung dafür ist jedoch regulatorische Klarheit. Die harte Kernkapitalquote lag zuletzt bei soliden 14,7 Prozent.
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