Die UBS Group hat eine wichtige Hürde genommen: Die US-Aufsichtsbehörde OCC erteilte am 15. Januar die erste bedingte Genehmigung für eine nationale Banklizenz. Ein strategischer Meilenstein für das Einlagengeschäft in den USA – doch der Aktienkurs reagierte verhalten. Während die Bank ihre Expansion vorantreibt, drücken regulatorische Sorgen in der Schweiz auf die Stimmung.
Die wichtigsten Fakten:
– OCC-Lizenz ermöglicht effizientere Strukturierung der US-Einheiten
– CEO Ermotti plant Rücktritt für 2027 nach CS-Integration
– Durchschnittliches Analystenkursziel: 43,95 USD (unter aktuellem Niveau)
– Schweizer Kapitalanforderungen könnten bis zu 26 Mrd. USD kosten
– Quartalszahlen am 4. Februar im Fokus
Expansion mit Gegenwind
Die bedingte Genehmigung der OCC ist mehr als eine formale Hürde. Sie erlaubt der UBS, ihre US-Einheiten zu konsolidieren und damit Refinanzierungskosten zu senken. Im lukrativen US-Wealth-Management soll so die Lücke zu Goldman Sachs und Morgan Stanley geschlossen werden.
Parallel schuf CEO Sergio Ermotti Klarheit über seine Zukunft. Er signalisierte vergangene Woche seinen Rücktritt für 2027 – nach Abschluss der Credit-Suisse-Integration. Die frühzeitige Kommunikation soll einen geordneten Übergang sichern.
Institutionelle Anleger uneinig
Die Großinvestoren zeigen ein gemischtes Bild. ASR Vermogensbeheer erhöhte seine Position um 5,7 Prozent auf 839.193 Aktien, auch Thrivent Financial stockte auf. Gleichzeitig trennte sich Campbell & CO Investment Adviser von Anteilen. Das unterstreicht die unterschiedliche Einschätzung der mittelfristigen Perspektiven.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei UBS?
Schweizer Kapitalsorgen belasten
Der US-Erfolg wird durch Konflikt mit der Schweizer Regierung überschattet. Bern diskutiert strengere Eigenkapitalvorschriften, die eine Mehrbelastung von bis zu 26 Milliarden Dollar bedeuten könnten. Ermotti kritisierte die Pläne als überzogen. Höhere Kapitalpuffer würden Dividenden und Aktienrückkäufe einschränken – ein direkter Dämpfer für die Aktionärsrendite.
Der breite Analystenkonsens spiegelt diese Unsicherheit wider. Mit einem Rating von „Hold“ und einem durchschnittlichen Kursziel von 43,95 Dollar sehen die meisten Experten begrenztes Aufwärtspotenzial, solange die Integrationskosten und Kapitalfragen nicht geklärt sind.
Quartalszahlen als Lackmustest
Am 4. Februar legt die UBS ihre Zahlen für das vierte Quartal vor. Hier muss das Management zeigen, dass die Kostensynergien der Credit-Suisse-Übernahme greifen. Ein Lichtblick könnte das Asien-Geschäft werden – UBS-Strategen prognostizierten für China einen „Slow Bull“-Markt. Kurzfristig bleibt die Aktie jedoch zwischen US-Wachstumsfantasie und Schweizer Regulierungssorgen eingeklemmt.
UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 17. Januar liefert die Antwort:
Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
