Die britische Investmentbank Barclays ordnet die Papiere der UBS neu ein. Analystin Flora Bocahut hebt die Aktie von „Underweight“ auf „Equal Weight“ an. Der Grund: Die Risiken aus der Übernahme der Credit Suisse schwinden.
Credit Suisse verliert ihren Schrecken
Lange Zeit galt die Integration des einstigen Rivalen als massiver Unsicherheitsfaktor. Das ändert sich nun. Barclays sieht ein deutlich verbessertes Chance-Risiko-Profil für die Schweizer Großbank. Parallel dazu bewerten die Experten die aktuelle Marktkapitalisierung als weniger ambitioniert als in den Vorquartalen.
Das Kursziel steigt moderat von 33 auf 34 Schweizer Franken. An der Börse reagieren Investoren am Montag dennoch verhalten. Die Aktie notiert aktuell bei 36,81 Euro.
Damit verzeichnet der Titel ein leichtes Tagesminus von knapp einem Prozent. Auf Sicht von 30 Tagen steht allerdings ein solides Plus von gut 16 Prozent auf der Anzeigetafel.
Der Blick richtet sich auf Bern
Ein entscheidender Faktor für die weitere Entwicklung steht unmittelbar bevor. Die Behörden legen voraussichtlich am 22. April die neuen Kapitalanforderungen fest. Barclays blickt diesem Termin optimistisch entgegen. Das stützt die moderat höhere Bewertung der Bank.
Innerhalb des europäischen Bankensektors schichten die Analysten um. Während die UBS aufsteigt, stuft Barclays die Deutsche Bank ab. Im deutschsprachigen Raum rückt stattdessen die Commerzbank als neuer Favorit auf.
Die Vorgaben der Regulierer am Mittwoch bilden den nächsten harten Impulsgeber. Fallen die Kapitalvorschriften milder aus als befürchtet, könnte die Aktie ihren Aufwärtstrend der vergangenen Wochen bestätigen. Die charttechnische Basis dafür ist intakt. Der Kurs hält sich stabil über der 50-Tage-Linie.
