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UBS Aktie: Regulierungsdruck wächst

Die Schweizer Großbank UBS steht vor verschärften Eigenkapitalvorgaben, die nach eigenen Angaben zusätzliche 26 Milliarden Dollar erfordern. Eine breite politische Mehrheit unterstützt die Pläne.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bundesrat plant strengere Kapitalanforderungen
  • Bank rechnet mit 26 Milliarden Dollar Mehrbedarf
  • Breite politische Koalition unterstützt Vorhaben
  • Parlament entscheidet über Ausnahmen für Tochtergesellschaften

Mitte April könnte es ernst werden für die UBS. Der Schweizer Bundesrat plant, verschärfte Kapitalanforderungen für die Großbank per Verordnung zu beschließen – und die politischen Mehrheitsverhältnisse sprechen derzeit klar gegen die Bank.

Kern der geplanten Änderungen: Systemrelevante Schweizer Institute wie die UBS sollen künftig weder ihre Banken-Software noch latente Steueransprüche dem Eigenkapital anrechnen dürfen. In Kraft treten würde die neue Eigenkapitalverordnung Anfang 2027.

Breite Koalition gegen die Großbank

Finanzministerin Karin Keller-Sutter scheint die nötige Unterstützung im Bundesrat beisammenzuhaben. Linke Regierungsvertreter stehen der UBS grundsätzlich kritisch gegenüber – doch auch FDP- und Mitte-Vertreter sowie mutmaßlich die beiden SVP-Bundesräte signalisieren Rückhalt für die Pläne. Eine breite Mehrheit, die der Bank wenig Spielraum lässt.

Die UBS selbst hatte die Vorschläge im Herbst 2025 scharf zurückgewiesen. Das Argument: Banken-Software sei ein realer Vermögenswert, und ein vollständiger Abzug latenter Steueransprüche sei international ein Sonderweg ohne Vorbild.

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26 Milliarden Dollar zusätzliches Kapital

Der finanzielle Druck wäre erheblich. Nach eigener Rechnung der UBS würden alle geplanten Verschärfungen zusammengenommen zusätzliches Eigenkapital von rund 26 Milliarden Dollar erfordern – ein Betrag, der die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber ausländischen Konkurrenten spürbar belasten dürfte.

Parallel zur Verordnung will der Bundesrat auch einen Gesetzesentwurf ans Parlament schicken. Dieser zielt auf die vollständige Kapitalunterlegung der ausländischen UBS-Töchter – ebenfalls ein Punkt, den die Bank vehement ablehnt. Anders als bei der Verordnung hat das Parlament hier das letzte Wort und kann Änderungen einbringen. Eine Parlamentariergruppe hatte 2025 bereits einen Kompromissvorschlag eingebracht: die Unterlegung mit sogenannten AT-1-Anleihen statt hartem Eigenkapital, was für die UBS deutlich günstiger käme.

Ob dieser Kompromissgedanke im parlamentarischen Prozess Fahrt aufnimmt, wird einer der entscheidenden Punkte der kommenden Wochen sein.

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Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

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