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UBS Aktie: Quartalszahlen am Mittwoch erwartet

UBS präsentiert Q2-Zahlen mit Fortschritten bei CS-Integration und Aktienrückkäufen, während die politische Debatte um Kapitalvorschriften anhält.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Operative Integration der Credit Suisse
  • Rückkaufprogramm über 3 Milliarden Dollar
  • Too-Big-to-Fail-Debatte belastet Aktie
  • Gerichtsurteil zu CS-Anleihen wirkt nach

UBS Group AG öffnet am Mittwoch die Bücher für das zweite Quartal 2026. Anleger richten den Blick auf den Fortschritt der operativen Integration der Credit Suisse und auf mögliche neue Aussagen zum laufenden Aktienrückkaufprogramm über bis zu 3 Milliarden US-Dollar. Die Aktie schloss am Freitag bei 45,44 Euro, ein Plus von 0,11 Prozent zum Vortag. Seit Jahresbeginn steht damit ein Zuwachs von 14,26 Prozent zu Buche – ein Beleg dafür, wie viel Vertrauen der Markt der Bank trotz der offenen regulatorischen Fragen entgegenbringt.

Rückkaufprogramm läuft, Integration schreitet voran

UBS hatte das aktuelle Rückkaufprogramm am 2. Februar gestartet. Die Bank kauft seither eigene Namenaktien über eine separate Handelslinie an der SIX Swiss Exchange zurück, das Volumen von bis zu 3 Milliarden US-Dollar soll spätestens bis 2028 ausgeschöpft sein. Ergänzend hatte UBS bereits am 6. Januar neue AT1-Anleihen im Volumen von 3 Milliarden US-Dollar platziert – die Emission war mit einem Orderbuch von über 21 Milliarden US-Dollar mehrfach überzeichnet. Beide Transaktionen unterstreichen, dass sich die Bank am Kapitalmarkt trotz der schwebenden Debatte um schärfere Eigenkapitalvorgaben komfortabel refinanzieren kann.

Die rechtliche Fusion zwischen UBS AG und Credit Suisse AG ist bereits seit Ende Mai 2024 vollzogen, die Credit Suisse AG wurde damals aus dem Handelsregister des Kantons Zürich gelöscht. Am Mittwoch dürfte sich zeigen, wie weit die operative Integration inzwischen fortgeschritten ist – ein Thema, das die Anlegergemeinde seit den ersten Zahlen nach dem Zusammenschluss kontinuierlich begleitet.

Too-Big-to-Fail-Debatte bleibt Belastungsfaktor

Parallel zum operativen Geschäft wirkt die politische Auseinandersetzung um schärfere Kapitalvorschriften weiter auf die Bewertung der Aktie. Das Schweizer Parlament berät am 10. und 11. August über die Revision der „Too Big to Fail“-Regeln. Kernpunkt ist die umstrittene Forderung, ausländische Tochtergesellschaften künftig zu 100 Prozent mit hartem Eigenkapital zu unterlegen – eine Vorgabe, die UBS deutlich mehr Kapital binden würde als heute.

Vorausgegangen war ein zähes Ringen in den zuständigen Gremien. Die Wirtschaftskommission des Ständerats vertagte die Entscheidung über die Verschärfung Mitte Mai und forderte vom Finanzdepartement zusätzliche Varianten, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Grossbank nicht zu gefährden. Anfang Juni prüften Ständeratsmitglieder Kompromissvorschläge, die eine stärkere Anrechnung von Additional-Tier-1-Kapital anstelle von hartem Kernkapital vorsehen. Für UBS wäre eine solche Lockerung deutlich günstiger als die ursprünglich diskutierte Vollunterlegung.

Gerichtsurteil zu Credit-Suisse-Anleihen wirkt nach

Ein weiterer Punkt, der die regulatorische Debatte belastet, betrifft die Vergangenheit der übernommenen Credit Suisse. Das Bundesverwaltungsgericht erklärte im vergangenen Oktober in einem Teilentscheid die von der Finanzmarktaufsicht im März 2023 angeordnete Abschreibung der Credit-Suisse-AT1-Anleihen im Volumen von 16 Milliarden Franken für rechtswidrig. Die Richter sahen die vertraglichen Voraussetzungen für einen sogenannten Viability Event nicht ausreichend belegt. Das Urteil dürfte in der aktuellen Parlamentsdebatte über die künftige Kapitalunterlegung mitschwingen, da es Fragen zur Handhabung von Krisenmechanismen im Schweizer Bankenrecht neu aufwirft.

Für die Aktie bleibt damit ein zweigleisiges Bild bestehen: Operativ liefert UBS mit Rückkaufprogramm und erfolgreicher Anleiheplatzierung Argumente für Anleger, während die politische Auseinandersetzung um künftige Kapitalanforderungen eine Unsicherheit darstellt, die erst mit den Parlamentsberatungen im August greifbarer wird. Die Quartalszahlen am Mittwoch dürften zeigen, wie robust das Geschäft diesen Gegenwind bislang verkraftet.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.