Der Schweizer Bundesrat stellt die Weichen für die UBS. Ein neues Regulierungspaket droht die Kapitalstrategie der Großbank massiv zu verändern. Im Zentrum stehen harte Eigenkapitalvorschriften.
Das Paket besteht aus zwei Teilen. Die Eigenmittelverordnung legt fest, welche Bilanzpositionen als Eigenkapital gelten. Den Entwurf beschließt der Bundesrat im Alleingang. Der zweite Teil regelt, wie die Bank ihre Auslandstöchter mit Kapital absichern muss. Der entscheidende Unterschied: Hier muss das Parlament noch zustimmen.
Setzt der Bundesrat seinen strengen Kurs durch, fehlen der UBS Milliarden. Die Bank beziffert den Bedarf an zusätzlichem Kernkapital auf bis zu 22 Milliarden Dollar. Die Kernkapitalquote würde dadurch auf 18,5 Prozent steigen. Ende des vergangenen Jahres lag der Wert noch bei 14,4 Prozent.
Gefahr für geplante Aktienrückkäufe
Die Entscheidung hat direkte Folgen für die Aktionäre. Legen die Behörden die Regeln hart aus, muss die UBS rund drei Milliarden Dollar in ihre Schweizer Tochtergesellschaft einbringen. Exakt diese Summe war eigentlich für Aktienrückkäufe vorgesehen. Ein Kompromiss bei immateriellen Werten könnte diesen Spielraum retten.
Analysten der Bank of America rechnen mit Zugeständnissen. Sie erwarten, dass die Bank latente Steueransprüche teilweise anrechnen darf. Das würde die Kapitalbelastung von geschätzten 10,8 Milliarden auf 6,2 Milliarden Dollar senken.
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Operatives Geschäft liefert Fortschritte
An der Börse zeigen sich Anleger zuletzt optimistisch. Die UBS-Aktie kletterte auf 30-Tage-Sicht um rund 15 Prozent auf 37,08 Euro. Operativ macht die Bank parallel dazu Tempo.
Im vergangenen Quartal sparte der Konzern knapp eine Milliarde Dollar ein. Damit hat die UBS ihr Sparziel von zehn Milliarden Dollar vorzeitig erreicht. Mittlerweile laufen bereits 85 Prozent der ehemaligen CS-Kundenkonten in der Schweiz auf der UBS-Plattform.
Das Parlament debattiert das Gesetz zu den ausländischen Töchtern am 4. Mai. Bis die Regeln endgültig in Kraft treten, dauert es voraussichtlich bis Ende 2026. Vorher blicken Investoren auf das operative Geschäft. Am 29. April veröffentlicht die UBS ihre Zahlen für das Auftaktquartal.
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