Ein möglicher US-Friedensplan für den Iran-Konflikt hat am Mittwoch die europäischen Märkte beflügelt — und die UBS gehörte dabei zu den größten Gewinnern. Die Aktie schloss mit einem Plus von 3,00 Prozent als stärkster Wert im Swiss Market Index.
Ölpreisrückgang befeuert Risikoappetit
Der Auslöser war ein kolportierter 15-Punkte-Plan der USA zur Deeskalation im Nahen Osten. Die Hoffnung auf eine Entspannung ließ den Brent-Ölpreis zeitweise von rund 120 auf unter 100 US-Dollar je Barrel fallen. Sinkende Energiepreise bedeuten weniger Inflationsdruck — und das wiederum erhöht die Risikobereitschaft der Anleger. Schwergewichtige Finanztitel wie die UBS profitieren in einem solchen Umfeld überproportional.
Zusätzlich sorgten fallende Anleiherenditen für Rückenwind. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gab auf 4,32 Prozent nach. Das Handelsvolumen spiegelte das Interesse der Investoren wider: Mit über 1,1 Millionen gehandelten Aktien war die UBS der meistgehandelte Titel im SMI.
Optimismus mit Fragezeichen
Allerdings trübten sich die Signale bereits am Donnerstagmorgen wieder ein. Widersprüchliche Meldungen aus Teheran stellten die unmittelbare Umsetzung des Friedensplans infrage, die asiatischen Märkte zeigten sich uneinheitlich, und der Ölpreis begann leicht zu steigen.
Gemessen am Jahresverlauf bleibt die Aktie trotz der jüngsten Erholung unter Druck: Seit Jahresbeginn steht ein Minus von fast 18 Prozent zu Buche, der Kurs liegt noch rund 9 Prozent unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts. Wie nachhaltig der gestrige Schwung ist, hängt maßgeblich davon ab, ob die geopolitischen Entspannungssignale Bestand haben.
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