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UBS Aktie: Hunderte Berater verlassen US-Geschäft

Hunderte Finanzberater verlassen die UBS in den USA wegen eines neuen Vergütungsmodells. Die Quartalszahlen am 29. Juli zeigen erste Auswirkungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Massenabwanderung von Finanzberatern
  • Umstrittenes Vergütungsmodell als Ursache
  • Quartalszahlen am 29. Juli erwartet
  • Credit-Suisse-Integration schreitet voran

Hunderte Finanzberater haben die UBS in den vergangenen Monaten verlassen. Der Grund: ein umstrittener Umbau des Vergütungsmodells im US-Geschäft. Ausgerechnet jetzt, kurz vor den Quartalszahlen, wirft das ein Schlaglicht auf die Schwachstelle der Bank in Amerika.

US-Geschäft verliert Berater

Die „Financial Times“ berichtet über die Personalprobleme im Wealth Management der UBS. Unter der Leitung von Rob Karofsky hat die Bank ihr Vergütungsmodell für Finanzberater grundlegend umgebaut. Die Folge: Zahlreiche Berater kehrten dem Institut den Rücken.

Das trifft die UBS an einer empfindlichen Stelle. Ihr US-Geschäft lebt von langjährigen Kundenbeziehungen, die erfahrene Berater über Jahre aufgebaut haben. Verliert die Bank diese Berater, drohen auch die Kunden abzuwandern.

Hinzu kommt regulatorischer Druck. Vorgeschlagene Schweizer Kapitalregeln könnten die Kosten für das US-Geschäft der UBS erhöhen. Das passiert genau in der Phase, in der die Bank versucht, zu Rivalen wie Morgan Stanley aufzuschließen.

Zahlen und Kurs vor dem 29. Juli

Am 29. Juli legt die UBS ihre Zahlen für das zweite Quartal vor. Analysten erwarten im Konsens einen Gewinn je Aktie zwischen 0,85 und 0,90 US-Dollar.

Die Aktie schloss am Freitag bei 46,13 Euro, ein Minus von 1,43 Prozent zum Vortag. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von rund 16 Prozent zu Buche. Die Berater-Meldungen dürften den leichten Rücksetzer zum Wochenschluss mit ausgelöst haben.

Credit-Suisse-Integration läuft weiter

Parallel zu den Personalproblemen in den USA macht die UBS bei der Integration der ehemaligen Credit Suisse Fortschritte. Ab dem 4. September 2026 werden die „Credit Suisse High Yield Credit“-Fonds in „UBS Asset Management High Yield Credit“-Fonds umbenannt.

Die operative Migration von rund 1,2 Millionen CS-Kundenbeziehungen war bereits im März 2026 abgeschlossen. Jetzt geht es um die Stilllegung der alten IT-Infrastruktur. Die Bank will diesen Schritt bis Ende 2026 weitgehend abschließen.

Die kommenden Wochen entscheiden, wie stark die Berater-Abwanderung das US-Geschäft tatsächlich belastet. Am 29. Juli liefern die Quartalszahlen erste konkrete Antworten darauf, ob sich die Personalprobleme bereits in den Ergebnissen niederschlagen.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.