Die Akte schien seit 1999 geschlossen. Nun holt die Vergangenheit die UBS über die übernommene Credit Suisse wieder ein. Der US-Senatsausschuss für Justiz wirft der Schweizer Großbank vor, Ermittlungen zu historischen Nazi-Konten gezielt zu blockieren.
Blockierte Dokumente und neuer Druck
Senator Chuck Grassley verschärft den Tonfall gegenüber dem Finanzinstitut massiv. In einer aktuellen Erklärung bemängelt der Ausschussvorsitzende, dass die UBS relevante Dokumente zurückhalte. Grundlage der Kritik ist ein Bericht des Ombudsmanns Neil Barofsky, der zur Überwachung der Untersuchung eingesetzt wurde. Barofsky wirft der Bank vor, die Prüfung von über 100 glaubwürdigen Hinweisen zu behindern. Als direkte Konsequenz hat Grassley einen neuen Fragenkatalog an den Konzern gerichtet.
Die rechtliche Verteidigungslinie der Schweizer bröckelt indes. Erst in der vergangenen Woche wies ein US-Richter den Antrag der Bank ab, neue Enthüllungen unter eine historische Einigung fallen zu lassen. Im Jahr 1999 hatten Schweizer Banken zugestimmt, 1,25 Milliarden US-Dollar an Holocaust-Überlebende zu zahlen. Die UBS argumentiert, diese Vereinbarung schütze sie vor jeglicher weiteren Haftung. Unter Verweis auf das Rechtsgeheimnis schränkte das Institut den Aktenzugang für Barofsky ein. Der richterliche Beschluss schwächt diese Position nun deutlich.
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Markt ignoriert die Störgeräusche
Trotz der juristischen Auseinandersetzungen in den Vereinigten Staaten reagieren Anleger unbeeindruckt. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 36,21 Euro verzeichnet das Papier auf Monatssicht ein solides Plus von gut 11 Prozent. Der Fokus der Investoren liegt offensichtlich auf dem operativen Tagesgeschäft.
Die morgige Generalversammlung am 15. April bietet den direkten Rahmen für Stellungnahmen des Managements. Dort muss die Führungsebene ihre Strategie zur juristischen Aufarbeitung dieser weitreichenden Credit-Suisse-Altlasten gegenüber den Aktionären konkretisieren.
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