Mit dem technischen Abschluss der Credit-Suisse-Integration Ende März 2026 beginnt bei UBS die nächste Phase — und sie dürfte schmerzhaft werden. IT-Mitarbeitende und Backoffice-Personal erhalten Kündigungen, das Timing unmittelbar nach den Bonuszahlungen für 2025 ist kein Zufall.
Kostenziele ja, Personalziele nein
Die Migration aller ehemaligen CS-Kunden auf UBS-Systeme war ein Mammutprojekt: über 132.000 Schulungsstunden, 80.000 Tests, ein Anstieg der täglichen Zahlungstransaktionen um 25 Prozent auf 3,1 Millionen. Mit dem Abschalten der Altsysteme entfällt nun auch der letzte Grund, redundante Stellen zu erhalten.
Das Kostenziel von 13 Milliarden Dollar an Einsparungen bis Ende 2026 liegt laut UBS zu 70 Prozent auf Kurs. Beim Personalabbau sieht es anders aus. Seit Anfang 2024 hat die Bank durchschnittlich nur 1.300 Stellen pro Quartal gestrichen — zu wenig, um das interne Ziel von 85.000 Mitarbeitern bis Jahresende zu erreichen. Von ehemals knapp 120.000 Beschäftigten nach der Fusion sind bislang rund 15.000 Stellen weggefallen, weniger als die Hälfte des angestrebten Abbaus von 35.000. CEO Sergio Ermotti hat angekündigt, den Großteil der verbleibenden Maßnahmen im Schweizer Geschäft in der zweiten Jahreshälfte 2026 umzusetzen.
Der strukturelle Druck dahinter ist deutlich: Das Kosten-Ertrags-Verhältnis lag Ende 2025 bei fast 85 Prozent — weit entfernt vom Zielwert von 67 Prozent. Auf jeden eingenommenen Dollar kommen derzeit 85 Cents an direkten Ausgaben.
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Vollzeitbüro und Generalversammlung
Parallel signalisiert UBS mit einer neuen Regelung für US-Investmentbanker Expansionswillen in Nordamerika. Alle Junior-Banker der Global Banking Division in den Americas müssen seit dem 10. März fünf Tage pro Woche ins Büro — ein Schritt, mit dem UBS zu JPMorgan und Goldman Sachs aufschließt, die diese Regelung seit über einem Jahr kennen. Londoner Kollegen behalten vorerst ihren Homeoffice-Freitag.
Auf der Generalversammlung am 15. April in Basel steht neben einer Dividende von 1,10 USD je Aktie auch die Neubesetzung des Verwaltungsrats auf der Agenda. Agustín Carstens und Luca Maestri sollen neu gewählt werden und mehr Expertise in regulatorischen und technologischen Fragen einbringen.
Am 29. April legt UBS die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 vor. Die Aktie notiert derzeit rund 20 Prozent unter ihrem Jahreshoch von 41,10 Euro — der Markt wartet auf Belege, dass der beschleunigte Stellenabbau das hartnäckige Kostenproblem tatsächlich löst.
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