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UBS Aktie: Druck von allen Seiten

Die UBS-Aktie verliert durch schärfere US-Zollpläne und erwartete milliardenschwere Kapitalanforderungen der Schweizer Aufsicht. Der April bringt Hauptversammlung und ersten Quartalsbericht nach der CS-Integration.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursverlust durch schärfere US-Zollankündigungen
  • Regulator droht mit Milliarden-Kapitalforderung
  • Generalversammlung und Quartalsbericht im April
  • UBS senkt eigene US-Wachstumsprognosen

Die UBS-Aktie steht zum Wochenschluss unter Druck — und der kommt diesmal nicht nur aus einer Richtung. Trumps Zollankündigungen belasten den Kurs, während in Bern eine regulatorische Entscheidung heranrückt, die Milliarden kosten könnte.

Zölle treffen Kurs und Prognosen

Am Donnerstag verlor die Aktie 1,7 Prozent auf 31,03 CHF. Vom 52-Wochen-Hoch bei 38,39 CHF Mitte Januar ist das Papier damit rund 18 Prozent entfernt — ein Rückgang, der nicht allein UBS betrifft, aber die Bank besonders hart trifft.

Denn UBS ist in dieser Situation zugleich Betroffene und Analytikerin. Die hauseigenen Ökonomen reagierten auf Trumps „reziproke“ Zölle, die deutlich schärfer ausfielen als erwartet, mit einer klaren Warnung: Das reale US-BIP-Wachstum dürfte unter ein Prozent fallen. Die Gewinnerwartungen für den S&P 500 senkte UBS von 265 auf 250 US-Dollar je Aktie. US-Techaktien, KI-Werte und taiwanesische Aktien wurden von „am attraktivsten“ auf „attraktiv“ zurückgestuft.

Regulierung: Kompromiss in Sicht, aber noch kein Beschluss

Parallel läuft in Bern eine Entscheidung, die UBS seit Monaten beschäftigt. Der Schweizer Bundesrat will noch im April festlegen, wie viel zusätzliches Kapital die Bank als systemrelevantes Institut vorhalten muss — ein direktes Ergebnis der Credit-Suisse-Krise. Der ursprüngliche Vorschlag sieht Mehrforderungen von bis zu 26 Milliarden Dollar vor. UBS lehnt das ab.

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Eine Gruppe einflussreicher Parlamentarier hat intern signalisiert, einen Kompromiss anstreben zu wollen. Konkret geht es darum, latente Steueransprüche bis zu zehn Prozent des CET1-Kapitals anrechenbar zu machen — das würde die Belastung aus diesem Posten von geschätzten 10,8 auf 6,2 Milliarden Dollar drücken. Formal debattiert das Parlament die Reform jedoch erst 2027. Im konsensorientierten Schweizer politischen System könnte das Signal dennoch schon früher Wirkung entfalten.

Voller Terminkalender im April

Der April wird für UBS zum dichten Monat. Am 15. April findet die Generalversammlung in Basel statt, auf der unter anderem eine Bardividende von 1,10 USD je Aktie vorgeschlagen wird. Als neue Verwaltungsratsmitglieder kandidieren Agustín Carstens, ehemaliger BIZ-Generaldirektor, und Luca Maestri, langjähriger CFO von Apple.

Am 29. April folgt dann der Q1-Bericht — der erste Quartalsbericht nach Abschluss der Credit-Suisse-Kundenmigration. Dieser Termin wird zeigen, wie das bereinigte Geschäftsmodell nach der größten Bankenfusion der jüngeren Schweizer Geschichte operativ dasteht.

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