UBS-Chef Sergio Ermotti gab sich am Montag in Peking diplomatisch – doch hinter der ruhigen Fassade türmen sich gleich mehrere Risiken auf. Geopolitik, Ölpreise und drohende Kapitalregeln belasten die Bank gleichzeitig.
Ölpreisschock und Fed-Pause verschlechtern das Umfeld
Brent-Rohöl kletterte zuletzt auf 113 Dollar je Barrel – ein rasanter Anstieg gegenüber den rund 99 Dollar Mitte März. Ermotti sieht darin einen anhaltenden Inflationstreiber, der Lieferketten belastet und die wirtschaftliche Lage „etwas instabil“ macht. Die entscheidende Frage sei dabei nicht, wann der Nahostkonflikt endet, sondern wie lange es dauert, den wirtschaftlichen Schock danach zu verdauen.
Die US-Notenbank Fed hat ihren Zinssenkungszyklus 2026 bereits pausiert, weil steigende Energiepreise die Inflation wieder über das Zwei-Prozent-Ziel treiben könnten. Für Banken wie UBS ist das ein ungünstiges Umfeld: Niedrigere Zinsen hätten Spielraum für neue Geschäfte eröffnet.
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Intern reagiert UBS mit vorsichtiger Anpassung. Einzelne Investitionen könnten „taktisch verlangsamt“ werden, ohne den Betrieb grundsätzlich umzustellen, so Ermotti. Mitarbeitende in der Golfregion wurden beim Verlassen mit ihren Familien unterstützt, der Geschäftsbetrieb läuft über Notfallplanung weiter.
Generalversammlung und Kapitalregeln im April
Zur Generalversammlung am 15. April in Basel stehen drei Neuzugänge im Verwaltungsrat zur Wahl: Agustín Carstens, früherer Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Apple-Ex-CFO Luca Maestri sowie Markus Ronner. Die Nominierungen fallen in einen heiklen Moment – der Schweizer Bundesrat will im April seinen Gesetzesentwurf zu verschärften Kapitalanforderungen vorlegen. UBS hat diese Pläne bereits als überzogen kritisiert und warnt vor Wettbewerbsnachteilen.
Die Aktie notiert rund 20 Prozent unter ihrem Jahresanfangsniveau und liegt damit deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Am 29. April folgen die Quartalszahlen für Q1 2026 – bis dahin dürfte der Markt sowohl die Bundesrats-Entscheidung zu den Kapitalregeln als auch die weitere Entwicklung der Energiepreise einpreisen.
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