Steigende Kurse auf der einen Seite, düstere Prognosen auf der anderen. Bei der UBS prallen derzeit zwei Welten aufeinander. Während die Aktionäre frische Personalien feiern, warnt eine neue Studie vor den massiven Kosten der geplanten Kapitalvorschriften.
Die wahren Kosten der Regulierung
Der Bundesrat plant strengere Eigenkapitalregeln. Künftig sollen Auslands-Töchter vollständig mit hartem Kernkapital hinterlegt werden. Das Forschungsinstitut BAK Economics hat im Auftrag der Bank die Folgen berechnet. Die Ergebnisse lassen aufhorchen.
Die Experten prognostizieren einen strukturellen Anstieg der Kreditkosten. Das könnte das Schweizer Bruttoinlandsprodukt im nächsten Jahrzehnt um bis zu 3,9 Prozent drücken. In Summe droht ein kumulierter Verlust von bis zu 34 Milliarden Schweizer Franken. Für das Geldhaus bedeutet das ein massives Spannungsfeld zwischen regulatorischer Sicherheit und zukünftiger Profitabilität.
Frischer Wind im Verwaltungsrat
Parallel dazu ordnet das Unternehmen seine Führungsebene neu. Auf der Generalversammlung bestätigten die Aktionäre zunächst die Dividende von 1,10 US-Dollar für das Jahr 2025.
Im Fokus stehen die personellen Veränderungen im Kontrollgremium. Mit Agustín Carstens und dem ehemaligen Apple-Finanzchef Luca Maestri ziehen internationale Schwergewichte in den Verwaltungsrat ein. Der Markt wertet diese Neubesetzung als klares Signal. Die Bank richtet sich globaler aus und stärkt ihre finanzielle Expertise.
Fokus auf das Startquartal
Nach dem jüngsten Kursanstieg auf 34,33 Schweizer Franken blicken Investoren nun auf den 29. April. Dann präsentiert die UBS ihre Zahlen für das erste Quartal.
Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie zwischen 0,79 und 0,84 US-Dollar. Beim Umsatz liegt die Messlatte bei rund 11,7 Milliarden US-Dollar. Im Wealth Management erwarten Marktbeobachter eine weitere Stabilisierung der operativen Margen.
Neben den reinen Geschäftszahlen steht ein weiteres Thema im Mittelpunkt. Das Management hat bereits ein Aktienrückkaufprogramm über rund drei Milliarden US-Dollar angekündigt. Konkrete Details dazu dürften den Kursverlauf maßgeblich prägen. Gelingt der Aktie in diesem Zuge der Ausbruch über den technischen Widerstand bei 36 Franken, verfestigt sich der langfristige Aufwärtstrend.
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