Die US-Rohstoffaufsicht CFTC hat gegen die UBS Financial Services Inc. eine Zivilstrafe von 8 Millionen Dollar verhängt. Der Vorwurf: Zwischen 2019 und 2023 habe die Bank Tausende von Devisenüberweisungen unzureichend überwacht. Die Strafe reiht sich in eine Serie von Sanktionen ein, die US-Behörden in dieser Woche gegen die Broker-Sparte von UBS verhängt haben.
Insgesamt 153 Millionen Dollar Bußgeld
Bereits am Montag hatten das Finanzministerium FinCEN und die Selbstregulierungsorganisation FINRA gegen UBS Financial Services Strafen wegen wiederholter Mängel bei der Überwachung von Geldwäsche-Risiken verhängt. FinCEN belegte die Bank mit einer Zahlung von 125 Millionen Dollar wegen vorsätzlicher Verstöße gegen den Bank Secrecy Act und mangelhafter Verdachtsmeldungen, FINRA verhängte 20 Millionen Dollar wegen Defiziten im Anti-Geldwäsche-Programm bei grenzüberschreitenden Transaktionen. Zusammen mit der am Dienstag konkretisierten CFTC-Strafe von 8 Millionen Dollar summieren sich die Sanktionen auf 153 Millionen Dollar – allesamt bezogen auf Kontrolllücken bei Devisentransaktionen. Die Häufung regulatorischer Eingriffe binnen zweier Tage rückt die Compliance-Struktur der US-Tochter erneut in den Fokus, auch wenn die Beträge angesichts der Bilanzsumme der Gruppe verkraftbar bleiben.
Geschäftszahlen liefern Gegengewicht
Operativ steht UBS derzeit deutlich besser da als noch vor einem Jahr. Am 29. Juli meldete die Bank für das zweite Quartal 2026 einen Reingewinn von 2,8 Milliarden Dollar nach 2,4 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Im Bereich Global Wealth Management flossen netto 35,5 Milliarden Dollar an neuem Kundengeld zu. Parallel kündigte das Management ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu 3 Milliarden Dollar an, von denen mindestens 1 Milliarde Dollar binnen drei Monaten umgesetzt werden soll. Bei der Integration der Credit Suisse kommt die Bank ebenfalls voran: Von den geplanten Bruttokosteneinsparungen in Höhe von 13,5 Milliarden Dollar waren zum 30. Juni bereits 12,6 Milliarden Dollar realisiert. Ende Juli schloss UBS zudem die weltweite Migration aller ehemaligen Credit-Suisse-Kunden auf die eigene Systemplattform ab – ein zentraler Meilenstein der Fusion.
Am Kapitalmarkt kam das gut an: JPMorgan Chase & Co. hob das Kursziel für die UBS-Aktie am 31. Juli von 44,00 auf 46,00 Franken an und bestätigte die Einstufung „Overweight“. RBC Capital Markets blieb dagegen am 29. Juli vorsichtiger und beließ es bei „Sector Perform“ mit einem Kursziel von 40,00 Franken.
Zusätzliche Position bei United Internet
Am Montag meldete die UBS Group AG zudem das Überschreiten der Drei-Prozent-Schwelle an Stimmrechten bei der United Internet AG. Durch Aktienzukäufe stieg der Anteil per 31. Juli auf 3,001 Prozent, wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht.
Kursreaktion und Ausblick
Die Aktie reagierte auf die Nachrichtenlage der vergangenen Tage robust: Am Dienstag schloss das Papier mit einem Plus von 1,72 Prozent bei 46,59 Euro und liegt seit Jahresbeginn 17,15 Prozent im Plus. Zum 52-Wochen-Hoch von 48,19 Euro, das erst kürzlich markiert wurde, fehlen der Aktie nur noch gut drei Prozent. Anleger richten den Blick nun auf den 10. August, wenn das Schweizer Parlament über eine Revision der „Too Big to Fail“-Regeln berät, die schärfere Eigenkapitalanforderungen für UBS nach sich ziehen könnte. Die nächsten Quartalszahlen sind für den 28. Oktober angesetzt.
UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 5. August liefert die Antwort:
Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
