Der April verlangt Anlegern der Schweizer Großbank einiges ab. Während neue US-Handelszölle tiefe Spuren im Aktienkurs hinterlassen, spitzt sich in Bern der Streit um künftige Eigenkapitalvorschriften zu. Mit einem möglichen Mehrbedarf von bis zu 26 Milliarden Dollar steht für das Institut weit mehr auf dem Spiel als nur kurzfristige Kursschwankungen.
US-Zölle drücken die Bewertung
Die Ankündigung neuer US-Handelszölle hat den Titel zuletzt schwer getroffen. Allein in der Woche der Bekanntgabe rutschte das Papier um über 17 Prozent ab und drückte die Jahresperformance auf ein Minus von 15 Prozent. Damit notiert der Wert knapp unter der 200-Tage-Linie und hinkt dem breiteren europäischen Bankenindex deutlich hinterher.
Hauseigene Ökonomen rechnen damit, dass die Zollpolitik die US-Kerninflation um 0,7 Prozentpunkte anheizen könnte. Entsprechend zurückhaltend dürfte die US-Notenbank agieren. Die Experten kalkulieren für dieses Jahr lediglich mit zwei Zinssenkungen um jeweils einen Viertelpunkt, was den Leitzins bis Jahresende auf eine Spanne von 3,0 bis 3,25 Prozent bringen würde. Das erwartete US-Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent für 2026 steht laut den Analysten auf einem schmalen Fundament aus KI-Investitionen.
Ringen um den Milliarden-Puffer
Abseits der Makroökonomie rückt der Schweizer Bundesrat in den Mittelpunkt. Noch vor Ende des Monats fällt die Entscheidung über schärfere Eigenkapitalregeln für ausländische Tochtergesellschaften. Der ursprüngliche Entwurf fordert eine Erhöhung der Kapitaldecke um bis zu 26 Milliarden Dollar. Das Management lehnt diese Summe aufgrund befürchteter struktureller Wettbewerbsnachteile gegenüber US-Konkurrenten strikt ab.
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Im Hintergrund formiert sich politischer Widerstand gegen die Maximalforderung. Ein von Parlamentariern ins Spiel gebrachter Kompromiss bei der Anrechnung latenter Steueransprüche könnte die Zusatzbelastung auf 6,2 Milliarden Dollar begrenzen. Obwohl das Parlament die Reform erst 2027 formal debattiert, erhöht dieser Vorstoß den Druck auf die Regierung für eine moderatere Linie. Passend zu dieser regulatorischen Hängepartie schlägt der Verwaltungsrat den ehemaligen Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Agustín Carstens, für das oberste Führungsgremium vor.
Dividende und Q1-Zahlen im Fokus
Trotz des Gegenwinds winken den Aktionären auf der Generalversammlung am 15. April höhere Ausschüttungen. Neben einer um 22 Prozent angehobenen Dividende von 1,10 US-Dollar je Anteilsschein steht ein Aktienrückkaufprogramm über drei Milliarden Dollar für 2026 auf der Agenda.
Operativ richtet sich der Blick anschließend auf den 29. April. An diesem Datum präsentiert die Bank den ersten Quartalsbericht nach dem vollständigen Abschluss der Credit-Suisse-Kundenmigration. Das Zahlenwerk wird konkrete Belege dafür liefern, wie profitabel das bereinigte Geschäftsmodell nach der historischen Bankenfusion in diesem konjunkturell anspruchsvollen Umfeld arbeitet.
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