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UBS Aktie: Ausgebootet?

Die UBS erzielt einen Milliarden-Gewinn, sieht sich aber in den USA mit neuen Forderungen aus der Zeit der Credit Suisse und des Zweiten Weltkriegs konfrontiert, was den Aktienkurs belastet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Milliardengewinn und Vermögenswachstum für 2025 bestätigt
  • US-Klagen zu historischen CS-Konten aus NS-Zeit
  • Aktienkurs verliert seit Jahresbeginn deutlich
  • Gerichtliche Entscheidung über neue Zivilklagen ausstehend

Die UBS glänzt operativ mit milliardenschweren Gewinnen und einem massiven Zuwachs bei den verwalteten Vermögen für das Jahr 2025. Doch die Freude über die starken Geschäftszahlen wird von juristischen Altlasten der übernommenen Credit Suisse überschattet. In den USA muss sich die Großbank aktuell mit Forderungen auseinandersetzen, die bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurückreichen.

Streit um historische Konten

Gestern, am 10. März 2026, forderten Rechtsvertreter der UBS vor einem US-Bezirksgericht in Brooklyn eine gerichtliche Verfügung zum Schutz vor neuen Zivilklagen. Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen 890 Kontoverbindungen der ehemaligen Credit Suisse mit potenziellen Verbindungen zum Nationalsozialismus. Diese waren im Jahr 2020 durch eine interne Untersuchung zutage gefördert worden. Während die Bank im Zuge der Aufarbeitung bereits 16,5 Millionen Dokumente an die US-Ermittler übergab, blockiert das Institut die Herausgabe von rund 150 weiteren Akten unter Berufung auf das Anwaltsgeheimnis.

Die juristische Kernfrage dreht sich um einen historischen Vergleich aus dem Jahr 1999. Damals zahlte die Credit Suisse 1,25 Milliarden US-Dollar an über 458.000 Opfer und deren Familien. Die UBS argumentiert nun, dass diese Zahlung sämtliche vergangenen und zukünftigen Forderungen in diesem Zusammenhang abdeckt. Das Simon Wiesenthal Center widerspricht dieser Auslegung und verweist auf die neu entdeckten Kontobewegungen. Der zuständige US-Richter, der bereits den ursprünglichen Vergleich betreute, dämpfte die Hoffnungen der Bank mit der Anmerkung, dass spezifische Vermögenswerte während der damaligen Verhandlungen nicht explizit thematisiert wurden.

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Milliarden-Gewinn trifft auf Kursverluste

Dass die Bank diese rechtlichen Auseinandersetzungen aus einer Position der wirtschaftlichen Stärke heraus führt, belegt der nun bestätigte Jahresbericht. Mit einem Nettogewinn von 7,767 Milliarden US-Dollar und einem Anstieg der verwalteten Vermögen um 15 Prozent auf über sieben Billionen US-Dollar liefert das Institut solide Resultate. Auch die harte Kernkapitalquote von 14,4 Prozent unterstreicht die finanzielle Stabilität während der laufenden Integration der Credit Suisse.

An der Börse spiegelt sich diese operative Stärke derzeit jedoch kaum wider. Die rechtlichen Unsicherheiten scheinen die Anleger vorsichtig zu stimmen. Bei einem aktuellen Kurs von 33,31 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn einen deutlichen Rückgang von über 17 Prozent und notiert damit spürbar unter seinem 50-Tage-Durchschnitt.

Eine finale Entscheidung des US-Gerichts über die Zulässigkeit neuer Zivilklagen steht noch aus. Der Abschluss der US-Untersuchung wird für das laufende Jahr erwartet und wird rechtliche Klarheit darüber schaffen, ob das historische Erbe der Credit Suisse zu weiteren finanziellen Verpflichtungen für die UBS führt.

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