Kurz vor der entscheidenden Generalversammlung am kommenden Mittwoch räumt die UBS gleich an mehreren Fronten auf. Ein überraschender juristischer Erfolg am späten Freitagabend beendet ein teures Credit-Suisse-Kapitel. Gleichzeitig lockt das Management die Anleger mit massiven Kapitalrückführungen, die fast wieder das Niveau vor der historischen Übernahme erreichen.
Schlussstrich und satte Ausschüttungen
Das Schweizer Strafgericht hat die Verfahren wegen mutmaßlicher Geldwäsche in Mosambik gegen die Bank eingestellt. Die Begründung liefert ein interessantes Detail der jüngsten Bankengeschichte: Durch die Fusion existiert die Credit Suisse als eigenständige strafrechtliche Einheit schlichtweg nicht mehr. Dieser juristische Schlussstrich reduziert die Unsicherheit bei unvorhersehbaren Rechtskosten enorm.
Finanziell zeigt sich das Institut ohnehin in Geberlaune. Auf der Generalversammlung in Basel steht eine Dividende von 1,10 US-Dollar pro Anteilsschein zur Abstimmung. Zusätzlich plant das Management für das laufende Jahr Aktienrückkäufe im Wert von rund 3 Milliarden Schweizer Franken. Insgesamt sollen 2026 fast 7 Milliarden Franken an die Aktionäre zurückfließen. Diese Aussichten stützen den Kurs, der auf Wochensicht um 3,30 Prozent zulegen konnte und am Freitag bei 35,36 Euro aus dem Handel ging.
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Prominente Neuzugänge im Verwaltungsrat
Um die nächste Phase nach der reinen Integration einzuläuten, baut Präsident Colm Kelleher das Führungsgremium um. Die Generalversammlung stimmt über folgende Neuzugänge ab:
– Agustín Carstens: Ehemaliger Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)
– Luca Maestri: Langjähriger Finanzchef von Apple
– Markus Ronner: Interner UBS-Veteran und Regulierungsexperte
Besonders die Nominierung von Apple-Manager Maestri werten Marktbeobachter als klares Signal. Sein Fokus dürfte auf der dringend benötigten Digitalisierung und Effizienzsteigerung im Wealth Management liegen. Passend dazu strafft die Bank bereits in den USA die Überwachung von Anlagekonten in Eigenregie, um Kostenstrukturen kontinuierlich zu optimieren.
Am kommenden Mittwoch, den 15. April, werden die Aktionäre in Basel über die Dividendenvorschläge und Personalien final abstimmen. Parallel dazu rückt die Schweizer Kapitalreform in den Mittelpunkt. Aktuelle Schätzungen gehen von einem zusätzlichen regulatorischen Kapitalbedarf von etwa 22 Milliarden US-Dollar aus – deutlich weniger als die ursprünglich befürchteten 26 Milliarden. Die Bestätigung dieser geringeren Hürde durch die Behörden bildet den nächsten konkreten Katalysator für die Papiere der Großbank.
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