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UBS Aktie: 7-Milliarden-Geldregen!

Die Schweizer Großbank beendet ein juristisches Verfahren und plant für 2026 Kapitalrückführungen von fast 7 Milliarden Franken an ihre Aktionäre.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gericht stellt Geldwäscheverfahren gegen Bank ein
  • Dividende und Aktienrückkäufe im Milliardenwert geplant
  • Neue Verwaltungsräte für Digitalisierung und Effizienz
  • Regulatorischer Kapitalbedarf fällt geringer aus als erwartet

Kurz vor der entscheidenden Generalversammlung am kommenden Mittwoch räumt die UBS gleich an mehreren Fronten auf. Ein überraschender juristischer Erfolg am späten Freitagabend beendet ein teures Credit-Suisse-Kapitel. Gleichzeitig lockt das Management die Anleger mit massiven Kapitalrückführungen, die fast wieder das Niveau vor der historischen Übernahme erreichen.

Schlussstrich und satte Ausschüttungen

Das Schweizer Strafgericht hat die Verfahren wegen mutmaßlicher Geldwäsche in Mosambik gegen die Bank eingestellt. Die Begründung liefert ein interessantes Detail der jüngsten Bankengeschichte: Durch die Fusion existiert die Credit Suisse als eigenständige strafrechtliche Einheit schlichtweg nicht mehr. Dieser juristische Schlussstrich reduziert die Unsicherheit bei unvorhersehbaren Rechtskosten enorm.

Finanziell zeigt sich das Institut ohnehin in Geberlaune. Auf der Generalversammlung in Basel steht eine Dividende von 1,10 US-Dollar pro Anteilsschein zur Abstimmung. Zusätzlich plant das Management für das laufende Jahr Aktienrückkäufe im Wert von rund 3 Milliarden Schweizer Franken. Insgesamt sollen 2026 fast 7 Milliarden Franken an die Aktionäre zurückfließen. Diese Aussichten stützen den Kurs, der auf Wochensicht um 3,30 Prozent zulegen konnte und am Freitag bei 35,36 Euro aus dem Handel ging.

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Prominente Neuzugänge im Verwaltungsrat

Um die nächste Phase nach der reinen Integration einzuläuten, baut Präsident Colm Kelleher das Führungsgremium um. Die Generalversammlung stimmt über folgende Neuzugänge ab:
Agustín Carstens: Ehemaliger Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)
Luca Maestri: Langjähriger Finanzchef von Apple
Markus Ronner: Interner UBS-Veteran und Regulierungsexperte

Besonders die Nominierung von Apple-Manager Maestri werten Marktbeobachter als klares Signal. Sein Fokus dürfte auf der dringend benötigten Digitalisierung und Effizienzsteigerung im Wealth Management liegen. Passend dazu strafft die Bank bereits in den USA die Überwachung von Anlagekonten in Eigenregie, um Kostenstrukturen kontinuierlich zu optimieren.

Am kommenden Mittwoch, den 15. April, werden die Aktionäre in Basel über die Dividendenvorschläge und Personalien final abstimmen. Parallel dazu rückt die Schweizer Kapitalreform in den Mittelpunkt. Aktuelle Schätzungen gehen von einem zusätzlichen regulatorischen Kapitalbedarf von etwa 22 Milliarden US-Dollar aus – deutlich weniger als die ursprünglich befürchteten 26 Milliarden. Die Bestätigung dieser geringeren Hürde durch die Behörden bildet den nächsten konkreten Katalysator für die Papiere der Großbank.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.