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UBS Aktie: 65 Prozent Jahresplus — RSI warnt vor Überkauf

Schweizer Regionalbanken fordern strengere Eigenkapitalregeln für die UBS, während die Aktie nahe ihrem Mehrjahreshoch notiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Regionalbanken fordern höhere Kapitalpuffer
  • Aktie knapp unter 52-Wochen-Hoch
  • RSI signalisiert überkaufte Marktlage
  • Jefferies bestätigt optimistische Kursziele

Die UBS-Aktie notiert nur einen Wimpernschlag unter ihrem Mehrjahreshoch. Parallel dazu wächst in der Schweiz der politische Druck auf den Bankenriesen. Bemerkenswert dabei: Die Forderung nach strengeren Eigenkapitalregeln erhält nun Unterstützung aus den eigenen Reihen.

Regionalbanken fordern mehr Puffer

Schweizer Regionalbanken befürworten laut einem Medienbericht schärfere Auflagen für die Großbank. Sie sehen eine dickere Kapitaldecke der UBS als Schutzschild für den gesamten Finanzplatz. Fällt die systemrelevante Bank, wackelt die gesamte Branche.

Die Folge: Ein breiter Konsens für harte Regeln wächst. Fließt künftig mehr Gewinn in den Kapitalaufbau, könnte das Ausschüttungen an Aktionäre bremsen. Aktienrückkäufe stünden dann ebenfalls auf dem Prüfstand.

Rekordjagd mit heißgelaufenem Motor

An der Börse ignorieren Investoren diese Risiken bislang. Die Aktie schloss am Freitag bei 44,33 Euro. Damit fehlt nicht einmal ein Prozent zum frischen 52-Wochen-Hoch von 44,66 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein massives Plus von rund 65 Prozent auf der Kurstafel.

Charttechnisch mahnen erste Indikatoren zur Vorsicht. Der Relative-Stärke-Index (RSI) kratzt mit einem Wert von 69,8 an der kritischen 70er-Marke. Das signalisiert einen überkauften Zustand am Markt. Eine kurze Verschnaufpause wäre nach dem jüngsten Anstieg eine logische Konsequenz.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Trotz der Heimat-Risiken bleibt das Analysehaus Jefferies extrem optimistisch. Die Experten bestätigen ihre Kaufempfehlung. Sie rufen ein Kursziel von 60 Schweizer Franken auf.

Die UBS selbst agiert derweil aktiv als Analyst am Markt. Die Schweizer stuften den chinesischen Tech-Konzern Baidu auf „Neutral“ ab. Das Kursziel bleibt bei 567 US-Dollar. Analyst Wenlin Li verweist auf unsichere Marktanteile im Suchmaschinengeschäft. Im gleichen Schritt hob die Bank das Ziel für die Auto1 Group auf 33,70 Euro an.

Konkrete Wegmarken für die Aktie

Der starke Aufwärtstrend der UBS-Aktie ist weiterhin intakt. Der Kurs notiert komfortable 12 Prozent über der 50-Tage-Linie. In den kommenden Tagen entscheidet sich an der Marke von 44,66 Euro die kurzfristige Richtung.

Ein Ausbruch auf neue Hochs würde weiteres Momentum freisetzen. Dreht der Kurs am Widerstand ab, rückt die 50-Tage-Linie bei 39,31 Euro als erste massive Unterstützung in den Fokus.

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Diskussion zu UBS

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.