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UBS Aktie: 3-Milliarden-Dollar-Rückkauf angekündigt

Die Schweizer Großbank beschleunigt ihr 3-Milliarden-Dollar-Rückkaufprogramm und meldet starke Quartalszahlen. Die Integration der Credit Suisse soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neues Rückkaufprogramm über 3 Milliarden Dollar
  • Starker Quartalsgewinn von 2,8 Milliarden Dollar
  • Credit-Suisse-Integration bis Ende 2026 geplant
  • Aktie zeigt sich mit 17 Prozent Jahresplus robust

UBS kommt bei der Rückführung von Kapital an die Aktionäre zügig voran. Ende Juli kündigte die Schweizer Großbank ein neues Aktienrückkaufprogramm über 3 Milliarden US-Dollar an. Mindestens 1 Milliarde Dollar davon will das Institut binnen drei Monaten am Markt zurückkaufen, das Gesamtprogramm soll spätestens Ende des zweiten Quartals 2027 abgeschlossen sein.

Grundlage für die Kapitalrückführung sind solide Quartalszahlen. Im zweiten Quartal 2026 erzielte UBS einen Reingewinn von 2,8 Milliarden Dollar. Der ausgewiesene Vorsteuergewinn lag bei 3,6 Milliarden Dollar, auf zugrunde liegender Basis waren es 3,9 Milliarden Dollar.

Die Eigenkapitalrendite bezogen auf das harte Kernkapital (RoCET1) erreichte 15,4 Prozent, bereinigt sogar 16,4 Prozent – Werte, die die Ertragskraft der Bank nach der Übernahme der Credit Suisse unterstreichen.

Integration nähert sich dem Ende

Parallel zur Kapitalrückführung schreitet die Verschmelzung mit der einstigen Rivalin voran. UBS rechnet damit, die Integration der Credit Suisse bis Ende 2026 abzuschließen.

Für die zweite Jahreshälfte kalkuliert die Bank mit integrationsbezogenen Kosten von rund 750 Millionen Franken, verteilt auf das dritte und vierte Quartal. Diese Ausgaben belasten die Marge kurzfristig, gelten intern aber als notwendige Investition, um die angestrebten Synergien aus dem Zusammenschluss vollständig zu heben.

Die regulatorische Debatte um die künftige Eigenkapitalunterlegung ausländischer UBS-Töchter bleibt derweil ungelöst. Die Entscheidung darüber wurde von der Schweizer Ständeratskommission auf Ende August vertagt – ein Thema, das die Bank schon seit einigen Wochen begleitet und weiterhin über dem Kapitalplan schwebt, ohne dass eine Klärung absehbar ist.

Kursreaktion bleibt verhalten

An der Börse zeigt sich das Papier robust. Am Dienstag schloss die Aktie bei 46,40 Euro, nach einem Zuwachs von 0,6 Prozent auf Tagesbasis. Auf Sicht von sieben Tagen legte der Kurs um 1,9 Prozent zu, seit Jahresbeginn steht ein Plus von 17 Prozent zu Buche. Zum 52-Wochen-Hoch von 48,19 Euro, erreicht im Juli, fehlen der Aktie derzeit noch 3,7 Prozent.

Anleger honorieren damit die Kombination aus Kapitaldisziplin und Fortschritten bei der Integration, auch wenn regulatorische Unsicherheiten und laufende Compliance-Themen im Hintergrund bestehen bleiben. Die nächsten Quartalszahlen, die für den 28. Oktober erwartet werden, dürften zeigen, ob UBS das Tempo bei Rückkäufen und Integration halten kann.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.