Die UBS hat heute ihre Jahreszahlen für 2025 vorgelegt – und liefert dabei eine Hiobsbotschaft mit: Die Schweizer Großbank könnte unter neuen Kapitalvorschriften 22 Milliarden Dollar zusätzliches Eigenkapital aufbringen müssen. Die Aktie reagiert prompt und gibt über zwei Prozent nach.
Dabei sehen die operativen Kennzahlen auf den ersten Blick solide aus: Der Gewinn erreichte 7,77 Milliarden Dollar, die CET1-Quote liegt bei 14,4 Prozent. Das verwaltete Vermögen stieg im Jahresvergleich um 15 Prozent auf über sieben Billionen Dollar. Doch die drohende Kapitalerhöhung überschattet diese Erfolge.
Schweizer Regulator greift durch
Der Knackpunkt: Der Schweizer Bundesrat plant verschärfte Kapitalanforderungen, die UBS hart treffen würden. Rund 20 Milliarden Dollar der zusätzlichen CET1-Anforderungen betreffen Abzüge auf ausländische Tochtergesellschaften – allein sechs Milliarden Dollar würden sofort zu Beginn der Übergangsphase fällig.
Weitere Maßnahmen zu latenten Steueransprüchen und kapitalisierter Software würden laut RBC Capital Markets zusätzlich elf Milliarden Dollar an Nettokapital auf Konzernebene eliminieren. Die geschätzte Pro-forma-Quote würde damit von 18,5 auf 16,5 Prozent sinken.
Immerhin: Die UBS betont, dass ihre CET1-Quote kurzfristig über dem Zielwert von 14 Prozent bleiben dürfte – getrieben vor allem durch die Dollar-Schwäche.
Crédit-Suisse-Integration kostet Nerven
Die Integration der übernommenen Credit Suisse zeigt sich besonders in den Mittelzu- und -abflüssen. Während das Wealth-Management-Geschäft in Amerika Nettoabflüsse von 57,7 Milliarden Dollar verzeichnete – ein dramatischer Anstieg gegenüber 6,6 Milliarden Dollar im Jahr 2024 – konnte Asien-Pazifik mit Zuflüssen von 46,2 Milliarden Dollar nur teilweise gegensteuern.
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Unterm Strich blieben Netto-Neuzuflüsse von 7,9 Milliarden Dollar übrig. Die Kundenverunsicherung nach der Übernahme ist offenbar noch nicht vollständig überwunden.
Kostensparprogramm läuft
Die Bank hält an ihren mittelfristigen Zielen fest: Für 2026 strebt sie eine Eigenkapitalrendite von 15 Prozent und eine Kosten-Ertrags-Relation unter 70 Prozent an. Bis 2028 soll die Rendite auf etwa 18 Prozent steigen – allerdings bei einer CET1-Quote von 14 Prozent.
Beim Kostensparprogramm zeigt sich Fortschritt: Für 2026 sind brutto 2,8 Milliarden Dollar an Einsparungen geplant, kumuliert sollen es bis Jahresende 13,5 Milliarden Dollar werden.
Aktionäre dürfen sich trotz der Unsicherheit auf Rückflüsse freuen: Für 2026 plant die UBS Aktienrückkäufe im Volumen von drei Milliarden Dollar – allerdings unter Vorbehalt regulatorischer Klarheit. Die Dividende soll im mittleren Zehn-Prozent-Bereich steigen.
Die 22-Milliarden-Rechnung bleibt dennoch das beherrschende Thema. Anleger warten nun auf Signale aus Bern, wie hart der Regulator tatsächlich durchgreifen wird.
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