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UBS Aktie: 20 Milliarden CET1 bis 31. August verhandelt

Die zuständige Kommission verschiebt die Abstimmung über strengere Eigenkapitalregeln für die UBS. Diskutiert werden Kompromisslösungen mit reduzierten Quoten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Entscheidung über Kapitalvorschriften verschoben
  • Kompromiss mit niedrigeren Quoten im Gespräch
  • UBS-Aktie reagiert kaum auf Vertagung
  • Parlament soll bis Jahresende entscheiden

Verhandlungen über Milliardenforderungen gehen in die Verlängerung

Die wirtschaftspolitische Kommission des Schweizer Ständerats (WAK-S) hat die Entscheidung über schärfere Eigenkapitalvorschriften für die UBS am heutigen Dienstag vertagt.

Im Zentrum der Beratungen steht ein Gesetzesentwurf, der von der Bank die Vorhaltung von zusätzlich rund 20 Milliarden US-Dollar an hartem Kernkapital (CET1) fordern könnte. Während der Bundesrat eine vollständige Unterlegung der Auslandstöchter mit hartem Eigenkapital anstrebt, lehnt die UBS diese Forderungen als exzessiv ab.

Medienberichten zufolge diskutiert die Kommission derzeit mögliche Kompromisse, um die Belastung für das Institut abzufedern. Statt der ursprünglich geforderten 100-prozentigen CET1-Unterlegung stehen Quoten von 75 oder 80 Prozent im Raum.

Der verbleibende Teil der Kapitalanforderungen könnte demnach durch sogenannte AT1-Anleihen erfüllt werden. Diese hybriden Instrumente gelten zwar als regulatorisches Eigenkapital, sind für Banken jedoch oft kostengünstiger als reines Kernkapital. Die Kommission wird die Beratungen am 31. August fortsetzen.

Strategische Bedeutung für den Finanzplatz

Die Debatte um die Kapitalisierung der UBS hat weitreichende Folgen für die Stabilität des Schweizer Finanzsektors. Kommissionsmitglied Hannes Germann betonte im Rahmen der Debatte die Notwendigkeit einer Abwägung, da Geschäfte ohne ein gewisses Risiko nicht möglich seien.

Dennoch bleibt das politische Ziel bestehen, die Sicherheit der nun deutlich vergrößerten Bank zu erhöhen. Der gesamte Gesetzgebungsprozess wird voraussichtlich nicht vor dem Jahr 2027 abgeschlossen sein, wobei eine Entscheidung im Parlament bis zum Ende des laufenden Jahres angestrebt wird.

An der Börse reagierten die Marktteilnehmer zurückhaltend auf die Nachricht der Vertagung. Die UBS-Aktie notiert heute bei 46,59 Euro und verzeichnet damit ein leichtes Minus von 0,21 Prozent.

Trotz der anhaltenden Diskussionen um die künftige Regulierung weist der Titel eine positive Tendenz auf: Seit Jahresbeginn konnte die Aktie bereits um 17,15 Prozent zulegen. Im Juli hatte das Papier an der Schweizer Börse zudem den höchsten Stand seit den Jahren 2007/08 erreicht.

Ausblick auf das weitere Verfahren

Nach der für Ende August geplanten nächsten Sitzung der WAK-S soll die Vorlage im September in den Ständerat eingehen. Die Politik steht vor der Herausforderung, eine Lösung zu finden, die den Schutz der Volkswirtschaft gewährleistet, ohne die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bank zu untergraben.

Die UBS beharrt unterdessen auf ihrer Position, dass die vorgeschlagenen Kapitalanforderungen über das international übliche Maß hinausgingen und die Kreditvergabe sowie das Wachstum hemmen könnten.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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