Die Aktie der Schweizer Großbank UBS zeigt sich in diesen Tagen robust. Am Mittwoch schloss der Titel bei 43,33 Euro und liegt damit nur 1,5 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht steht ein Plus von über 61 Prozent.
Grund für die anhaltende Stärke: Aus Bern zeichnet sich eine politische Wende ab.
Die neue Strategie der Politik
Ursprünglich plante die Schweizer Regierung eine deutliche Verschärfung der „Too-big-to-fail“-Regeln. Die UBS sollte ihre ausländischen Töchter zu 100 Prozent mit hartem Kernkapital hinterlegen. Das hätte nach Schätzungen von Experten einen zusätzlichen Kapitalbedarf von 20 bis 22 Milliarden Dollar ausgelöst.
Doch jetzt bewegt sich etwas. Abgeordnete prüfen eine Aufweichung der strengen Vorgaben. Statt der vollen Hinterlegungspflicht ist ein Satz von 70 bis 80 Prozent im Gespräch. Das würde die Belastung um Milliarden Euro reduzieren.
Ein solcher Kompromiss hätte weitreichende Folgen. Die Bank bliebe international wettbewerbsfähig. Und die Integration der Credit Suisse würde nicht durch übermäßige Regulierung erschwert.
Mehr Spielraum für Aktionäre
Die Aussicht auf mildere Kapitalvorschriften stärkt die Erwartungen der Investoren. Die UBS hat bereits ein milliardenschweres Rückkaufprogramm für das laufende Jahr angekündigt. Sinken die regulatorischen Hürden, könnte die Bank die Ausschüttungen im kommenden Jahr noch einmal erhöhen.
Parallel dazu läuft die operative Integration der Credit Suisse auf Hochtouren. Fortschritte bei der Konsolidierung der IT-Systeme und beim Personalabbau in der Region EMEA sollen die jährlichen Kosten bis Ende 2026 massiv senken.
Die Kombination aus operativer Disziplin und einer weniger restriktiven Regulierung stützt derzeit das Vertrauen institutioneller Anleger.
Technisch auf dem Sprung
Aus charttechnischer Sicht notiert die UBS-Aktie mit 43,33 Euro robust. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt deutliche 19,4 Prozent, der RSI liegt mit 66,1 im oberen neutralen Bereich. Bekannte Häuser wie Jefferies und die Deutsche Bank bleiben bei ihren Kaufempfehlungen.
Die politische Debatte in Bern wird in den kommenden Monaten der entscheidende Kurstreiber bleiben. Offizielle Stellungnahmen zur finalen Ausgestaltung der Eigenkapitalverordnung werden im Laufe des Sommers erwartet. Ein bestätigter Kompromiss könnte der Aktie den Ausbruch über die 44-Euro-Marke ermöglichen.
Die nächsten Quartalszahlen folgen im Juli 2026. Sie dürften weitere Details zur Kostenstruktur der fusionierten Bank liefern.
UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 18. Juni liefert die Antwort:
Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
