Glänzende operative Zahlen, aber dunkle Wolken aus Bern – bei der UBS klaffen Geschäftsverlauf und politisches Umfeld derzeit weit auseinander. Die Großbank profitierte im ersten Quartal 2026 massiv von unruhigen Märkten. Ein drohendes Gesetzespaket der Schweizer Regierung bremst die Euphorie jedoch spürbar.
Volatilität beflügelt das Trading
Geopolitische Spannungen im Nahen Osten sorgten zum Jahresauftakt für starke Kursausschläge. Diese Marktvolatilität spielte der UBS direkt in die Karten. Das Institut erzielte einen Nettogewinn von 3,0 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Sprung von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr und übertrifft die Analystenschätzungen von 2,3 Milliarden US-Dollar deutlich.
Der Motor dieser Entwicklung war das Investment Banking. Hier kletterten die Erträge zweistellig. Besonders der Handel mit Aktien und Fremdwährungen florierte und bescherte der Bank eine bereinigte Eigenkapitalrendite am oberen Ende der Erwartungen.
Regulatorischer Gegenwind aus Bern
Trotz des operativen Erfolgs blickt das Management mit Sorge auf die heimische Politik. Ein aktueller Gesetzesentwurf des Bundesrats verlangt künftig die vollständige Eigenkapitalunterlegung ausländischer Tochtergesellschaften. Nach internen Berechnungen könnte dies zusätzliche Kapitalanforderungen in Höhe von rund 20 Milliarden US-Dollar nach sich ziehen.
Konzernchef Sergio Ermotti kritisierte die Pläne scharf. Er nannte die Vorschläge jüngst vor Investoren extrem und warnte vor massiven Wettbewerbsnachteilen auf dem internationalen Parkett. Strategische Konsequenzen will das Management erst ziehen, wenn das Parlament final abgestimmt hat.
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Synergien und Aktienrückkäufe
Parallel dazu treibt die Bank den internen Umbau nach der Credit-Suisse-Übernahme voran. Im ersten Quartal realisierte die UBS weitere Einsparungen von 0,8 Milliarden US-Dollar. Damit summieren sich die bisherigen Synergien auf 11,5 Milliarden US-Dollar. Um effizienter zu werden, strafft der Konzern obendrein seine Berichtspflichten und verzichtet künftig auf detaillierte Zwischenberichte zum ersten und dritten Quartal.
An der Börse honorieren Investoren den Integrationskurs. Die Papiere legten im laufenden Jahr um fast 40 Prozent zu.
Beim Thema Kapitalrückführung hält die Führungsebene vorerst Kurs. Bis zur Vorlage der Halbjahreszahlen sollen eigene Aktien im Wert von 3 Milliarden US-Dollar zurückgekauft werden. Ein knappes Drittel davon ist bereits umgesetzt. Ob das Programm in der zweiten Jahreshälfte ausgeweitet wird, knüpft die UBS an eine harte Bedingung: Erst muss Klarheit über die künftigen Schweizer Kapitalregeln herrschen.
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