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UBS: 20 Milliarden Dollar Kapitalbedarf durch Lex UBS

Elf große Verbände fordern vom Parlament eine Abschwächung der geplanten Kapitalvorschriften für die UBS. Die Aktie verliert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Wirtschaftsverbände fordern Entschärfung der Lex UBS
  • UBS benötigt zusätzlich 20 Milliarden Dollar Eigenkapital
  • Parlament zeigt sich tief gespalten über die Regeln
  • UBS-Aktie fällt auf Wochensicht um fünf Prozent

Der Schweizer Bundesrat hat schärfere Kapitalregeln für die UBS beschlossen. Die Folge: Die heimische Wirtschaft macht mobil. Elf große Verbände fordern in einem Brief an das Parlament deutliche Entschärfungen der sogenannten Lex UBS.

Im Kern geht es um die ausländischen Tochtergesellschaften der Großbank. Bisher konnte UBS diese zur Hälfte mit Fremdkapital finanzieren. Künftig verlangt die Regierung eine vollständige Unterlegung mit hartem Eigenkapital. Damit will Bern die Lehren aus dem Untergang der Credit Suisse ziehen.

Diese Regelung trifft die Bank hart. Die vollständige Unterlegung erfordert von der UBS zusätzliches Kernkapital von rund 20 Milliarden US-Dollar. Die Einführung soll schrittweise über sieben Jahre erfolgen. Im ersten Jahr startet der Kapitalabzug bei 65 Prozent.

Parlamentarischer Widerstand wächst

Das Parlament ist bei diesem Thema tief gespalten. SVP und FDP lehnen die strengen Kapitalvorgaben ab. Auch Teile der Grünliberalen stellen sich gegen den Entwurf. Die SP fordert hingegen noch schärfere Maßnahmen.

Wirtschaftsverbände wie Economiesuisse befürchten Nachteile für den gesamten Standort. Sie warnen vor steigenden Kreditkosten für Schweizer Unternehmen. Die Bankiervereinigung teilt diese Bedenken.

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Dividendenversprechen bleibt bestehen

UBS selbst kritisiert den Alleingang der Schweizer Regierung. Trotz des politischen Gegenwinds hält das Management an den geplanten Kapitalrückgaben für 2026 fest. Mitte April genehmigte die Hauptversammlung bereits eine Dividende von 1,10 US-Dollar je Aktie.

An der Börse zeigt sich ein gemischtes Bild. Die UBS-Aktie schloss am Freitag bei 35,29 Euro und gab auf Wochensicht knapp fünf Prozent nach. Damit notiert das Papier fast exakt auf der 200-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von gut zwölf Prozent auf der Kurstafel.

Entscheidung fällt im Sommer

Die Wirtschaftskommission des Ständerats übernimmt das Dossier im Mai. Für Juni 2026 ist die Plenardebatte angesetzt. Ein finales Gesetz dürfte kaum vor Ende des Jahres verabschiedet werden. Das Risiko eines sofortigen harten Bruchs zwischen Bank und Politik ist damit vorerst gebannt.

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