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Symbolbild, KI-generiert

Ubisoft Aktie: Profitabilitätsziele auf 2028 verschoben

Ubisoft verzeichnet einen Rekordverlust von 1,48 Milliarden Euro und verschiebt seine Profitabilitätsziele auf 2028. Die Aktie zeigt extreme Schwankungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Operativer Verlust von 1,3 Milliarden Euro
  • Profitabilitätsziele auf 2028 verschoben
  • Aktie erlebt extreme Kursschwankungen
  • Assassin's Creed Remake als Test

Ubisoft hat ein schwieriges Jahr hinter sich — und ein noch schwierigeres vor sich. Der französische Spielekonzern hat seine Profitabilitätsziele erneut verschoben und kämpft mit einem Rekordverlust. Die Aktie reagierte mit extremer Volatilität.

Rekordverlust und verschobene Ziele

Das Geschäftsjahr 2026 endete mit einem operativen Verlust von 1,3 Milliarden Euro. Der Nettoverlust kletterte auf 1,48 Milliarden Euro. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.

Die Nettoerlöse brachen um 17,4 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro ein. Im letzten Quartal allein fielen die Buchungen um 54 Prozent auf 415 Millionen Euro — ein drastischer Einbruch. Ubisoft strich sieben Projekte und verschob sechs weitere Titel.

Die Profitabilitätsziele rücken nun ins Geschäftsjahr 2028. Das ist ein Jahr später als bislang geplant. Immerhin: Die Nettoverschuldung sank deutlich von 885 Millionen auf rund 187 Millionen Euro, teils dank eines Deals mit Tencent.

Kursachterbahn mit 20 Prozent Einbruch

Die Marktreaktion war heftig. Im letzten Handelstag vor dem Wochenende brach die Aktie intraday um bis zu 20 Prozent ein, erholte sich aber und schloss letztlich 15,4 Prozent im Plus bei 5,19 Euro. Über zwölf Monate hat das Papier knapp die Hälfte seines Werts verloren — der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 10,38 Euro beträgt genau 50 Prozent.

Kritik kommt auch von außen. Trotz des Abbaus von 1.200 Stellen beschäftigt Ubisoft noch rund 16.600 Mitarbeiter. Branchenbeobachter bemängeln, dass vergleichbare Studios mit deutlich kleineren Teams ähnlich aufwendige Produktionen stemmen. Das Verhältnis von Output zu Belegschaft bleibt ein offenes Problem — gerade jetzt, wo Ubisoft seine Struktur in fünf sogenannte „Creative Houses“ umbaut.

Assassin’s Creed als Bewährungsprobe

Den nächsten konkreten Test liefert der Juli. Dann erscheint Assassin’s Creed Black Flag Resynced, ein vollständiges Remake des 2013er-Originals mit rund sechs Stunden Zusatzinhalt und überarbeiteter Spielmechanik. Für Ubisoft ist das kein gewöhnlicher Release — es ist ein Signal, ob die Kernmarken noch ziehen.

Mittelfristig plant der Konzern große Einträge in den Serien Far Cry, Ghost Recon und Assassin’s Creed (Codename Hexe) für die Geschäftsjahre 2027 bis 2029. Bereits über 118 Millionen Euro hat Ubisoft durch seine laufende Umstrukturierung eingespart. Ob das reicht, um die selbst gesteckten Ziele für 2028 diesmal zu halten, entscheidet sich an der Qualität dieser Releases.

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