Die Uber-Aktie notiert aktuell bei 84,26 Dollar – und das, obwohl mehrere Investmentbanken deutlich höhere Kursziele ausgeben. TD Cowen bekräftigte am 20. Januar 2026 sein Kaufvotum mit einem Kursziel von 114 Dollar, Bernstein sieht die Aktie bei 115 Dollar fair bewertet. Die Spanne der Analystenschätzungen reicht von 73 bis 150 Dollar.
Starkes Wachstum im vierten Quartal erwartet
TD Cowen prognostiziert für das vierte Quartal Bruttobuchungen von 53,1 Milliarden Dollar – ein Plus von 20,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beide Geschäftsbereiche, Mobility und Delivery, sollen zum Wachstum beitragen. Besonders bemerkenswert: Das EBITDA dürfte um 33,9 Prozent zulegen und damit über der Mitte der Managementprognose landen. Als Treiber nennen die Analysten neben dem Umsatzwachstum vor allem das expandierende Werbegeschäft.
Die jüngsten Zahlen untermauern diese Einschätzung: In den vergangenen zwölf Monaten erreichte Uber ein EBITDA von 5,29 Milliarden Dollar bei einem verwässerten Gewinn je Aktie von 7,80 Dollar. Das Umsatzwachstum lag bei beachtlichen 18,25 Prozent.
Warum handelt die Aktie so günstig?
Bernstein-Analyst Nikhil Devnani identifiziert den Grund für die niedrige Bewertung: Die Aktie wird mit dem 15-fachen EBITDA gehandelt – ein Niveau, das die Bank als „maximale Angst vor autonomen Fahrzeugen“ bezeichnet. Diese Bewertung erinnert an Ende 2024, als ähnliche Sorgen die Kurse belasteten.
Für das laufende Jahr rechnet Bernstein mit einem EBITDA-Wachstum von 30 Prozent, was die Konsensschätzungen der Wall Street übertreffen könnte. Als Katalysatoren nennt die Bank starke Bruttobuchungen und Einsparungen bei Versicherungskosten in Kalifornien. Auch TD Cowen hebt hervor, dass sinkende Versicherungskosten zusätzliches Wachstum im Mobility-Segment antreiben sollten.
Insider-Verkäufe und strategische Moves
Am 20. Januar 2026 verkaufte Tony West, Justiziar und Unternehmenssekretär von Uber, 3.125 Aktien zu 83,50 Dollar – ein Gegenwert von 260.937 Dollar. Am selben Tag gab er weitere 4.473 Aktien zu 84,85 Dollar ab, um Steuerverpflichtungen zu decken. Vier Tage zuvor hatte West 8.769 Aktien durch die Umwandlung von Restricted Stock Units erworben.
Strategisch baut Uber seine Position aus: Eine Partnerschaft mit Kroger bringt on-demand Lebensmittellieferungen von knapp 2.700 Filialen auf die Plattformen Uber Eats und Postmates. Zudem testen Uber, Lyft und der chinesische Tech-Konzern Baidu gemeinsam fahrerlose Taxis in Großbritannien – mit Plänen für einen Einsatz auch in Deutschland.
Analysten bleiben gespalten
Während Guggenheim mit einem Kursziel von 135 Dollar und BTIG mit 100 Dollar optimistisch bleiben, senkte KeyBanc Capital Markets sein Ziel von 110 auf 105 Dollar. Melius Research ging noch weiter und stufte die Aktie auf „Verkaufen“ mit einem Kursziel von 73 Dollar herab – Begründung: zunehmender Wettbewerb im Autonomfahrzeug-Markt.
Bernstein betont jedoch, dass Uber über 20 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe zur Verfügung stehen und das Unternehmen gut positioniert sei, um von säkularen Trends im Liefergeschäft zu profitieren. Die zentrale Frage bleibt: Kann das Management die Autonomie-Ängste der Investoren zerstreuen?
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