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Uber Aktie: Prosus sichert den Deal

Uber legt offizielles Barangebot für Delivery Hero vor. Großaktionär Prosus sagt Unterstützung zu, Finanzierung über Brückenkredit gesichert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Offizielles Übernahmeangebot von Uber
  • Prosus bringt Anteile ein
  • Brückenfinanzierung in Milliardenhöhe
  • Verkauf von Überschneidungsmärkten

Uber macht ernst bei Delivery Hero. Der US-Konzern hat am Donnerstag ein offizielles Übernahmeangebot für den Berliner Lieferdienst vorgelegt — 41,50 Euro je Aktie in bar. Damit bewertet Uber Delivery Hero mit einem Eigenkapitalwert von 14,8 Milliarden Dollar, adjustiert um die bereits gehaltenen Anteile sind es 13,7 Milliarden Dollar.

Entscheidend für den Erfolg der Offerte: Uber muss die Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus einer Aktie erreichen. Der Konzern hält bereits knapp 25 Prozent direkt, hinzu kommen Finanzinstrumente über weitere rund 12 Prozent. Den entscheidenden Ausschlag könnte Delivery Heros Großaktionär Prosus geben — der niederländische Investor hat zugesagt, seinen Anteil von knapp 17 Prozent in das Angebot einzubringen.

Finanzierung über Brückenkredit

Uber will die Übernahme über vorhandene Barmittel und neue Kreditlinien stemmen. Dafür steht eine zugesagte Brückenfinanzierung von rund 14 Milliarden Euro bereit. Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2027 anvisiert. Nach eigenen Angaben soll der Zukauf ab Vollzug das bereinigte Ergebnis je Aktie steigern, im dritten Jahr um einen hohen einstelligen Prozentsatz.

CEO Dara Khosrowshahi begründet den Schritt mit der Marktabdeckung: Uber und Delivery Hero würden gemeinsam die Zahl der Märkte, in denen beide Mobilitäts- und Lieferdienste anbieten, nahezu verdoppeln.

Parallel zur Übernahme hat Delivery Hero eine separate Vereinbarung mit dem US-Investmentunternehmen SSW Partners getroffen. Verkauft werden Geschäfte in 14 Märkten, in denen sich Uber Eats und Delivery Hero bislang überschneiden — für rund 1,6 Milliarden Dollar. Uber selbst wird keine Kontrolle über die an SSW verkauften Einheiten übernehmen, was kartellrechtliche Bedenken in überlappenden Regionen entschärfen dürfte.

Als Zeichen des Bekenntnisses zum deutschen Standort hat Uber zudem angekündigt, in den kommenden fünf Jahren zwei Milliarden Euro in sein Geschäft in Deutschland zu investieren.

Die Delivery-Hero-Aktie hatte bereits im Vorfeld deutlich zugelegt, seit Mitte April sich Ubers wachsende Beteiligung abzeichnete — von Kursen unter 20 Euro auf ein Niveau nahe dem jetzigen Angebotspreis. Der nächste Meilenstein ist das formelle Angebotsverfahren, dessen Ausgang von der Zustimmung der übrigen Aktionäre über die Mindestschwelle hinaus abhängt.

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