Die Uber-Aktie geriet gestern im nachbörslichen Handel unter Druck und verlor 1,5 Prozent. Auslöser war ein Gerichtsentscheid in Phoenix, der weitreichende Folgen haben könnte: Eine Jury sprach einer Klägerin 8,5 Millionen Dollar Schadenersatz zu, nachdem sie von einem Uber-Fahrer sexuell belästigt worden sein soll. Das Besondere: Es war das erste von über 3.000 ähnlichen Verfahren, die gegen den Fahrdienstvermittler anhängig sind.
Präzedenzfall mit Signalwirkung
Der Fall der Klägerin Jaylynn Dean aus Oklahoma diente als sogenannter Bellwether-Prozess – ein Musterverfahren, das die rechtliche Grundlage und mögliche Schadenshöhen für Tausende weitere Klagen absteckt. Die Geschworenen befanden, dass der Fahrer als Agent von Uber agierte und das Unternehmen damit für dessen Handlungen verantwortlich sei. Allerdings wies die Jury auch zentrale Vorwürfe zurück: Uber habe weder fahrlässig gehandelt, noch seien die Sicherheitssysteme mangelhaft gewesen.
Die Klägeranwälte hatten ursprünglich über 140 Millionen Dollar gefordert. Das Gericht lehnte zudem Strafschadenersatz ab – ein wichtiger Teilerfolg für Uber. Das Unternehmen kündigte umgehend Berufung an und betonte, das Urteil bestätige, dass man verantwortungsvoll gehandelt und bedeutend in Fahrgastsicherheit investiert habe.
Robotaxi-Offensive im Nahen Osten
Parallel dazu verkündete Uber am Freitag eine strategische Partnerschaft mit WeRide: Bis 2027 sollen mindestens 1.200 Robotaxis in Abu Dhabi, Dubai und Riad über die Uber-App verfügbar sein. Die selbstfahrenden Fahrzeuge werden schrittweise nach Erreichen regulatorischer Meilensteine ausgerollt. WeRide betreibt bereits über 200 autonome Taxis in der Region, in Abu Dhabi absolviert jedes Fahrzeug durchschnittlich bereits Dutzende Fahrten täglich.
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Die Vereinbarung deckt zunächst drei von 15 Städten ab, die beide Unternehmen bis 2030 erschließen wollen. Uber verfolgt dabei konsequent ein Asset-Light-Modell: Die Flotte wird von lokalen Partnern betrieben, Uber stellt die Plattform. Für das Unternehmen ist die autonome Mobilität ein Zukunftspfeiler – trotz der jüngsten Kursschwäche von minus 15,7 Prozent seit August.
Analystenstimmen bleiben konstruktiv
Stifel bekräftigte gestern seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 105 Dollar – das entspricht rund 40 Prozent Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau bei 75,21 Dollar. Die Analysten sehen Uber durch die Robotaxi-Strategie gut positioniert: Das stärkste Wachstum verzeichne der Konzern in dünn besiedelten Regionen, wo autonome Infrastruktur später komme. Zudem könnte eine auf Uber operierende Robotaxi-Flotte effizienter sein als die der Konkurrenz.
Die Schuldenlast bleibt mit einem Verhältnis von 0,45 moderat, das operative Geschäft warf in den vergangenen zwölf Monaten 6,31 Milliarden Dollar EBITDA ab. Die Umsätze stiegen um 18,3 Prozent auf 52,02 Milliarden Dollar. Allerdings liegt das KGV mit 15,63 im oberen Bereich.
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