U.S. Bancorp hat am 20. Januar 2026 die Zahlen zum vierten Quartal 2025 vorgelegt – und die können sich sehen lassen. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 1,26 Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 1,19 Dollar deutlich. Im Jahresvergleich bedeutet das ein Plus von 17,8 Prozent. Die Gesamteinnahmen erreichten mit 7,37 Milliarden Dollar einen neuen Rekordwert.
Dennoch reagierte die Börse skeptisch: Im vorbörslichen Handel rutschte die Aktie um 2,19 Prozent auf 53,21 Dollar ab. Offenbar überzeugte das starke Zahlenwerk die Investoren nicht vollständig.
Wo das Geld herkam
Zwei Bereiche trugen besonders zum Erfolg bei. Der Zinsüberschuss – also die Differenz zwischen Kreditzinsen und Einlagenverzinsungen – stieg um 3,3 Prozent auf 4,28 Milliarden Dollar. Verantwortlich dafür waren vor allem Rekordeinlagen im Privatkundengeschäft und eine geschickte Umschichtung der Bilanz.
Das Gebührengeschäft legte sogar noch stärker zu: 7,6 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahresquartal brachten die Einnahmen auf 3,05 Milliarden Dollar. Besonders die Kapitalmarkt- und Impact-Finance-Sparten performten stark. Mittlerweile stammen 42 Prozent der Gesamterlöse aus Gebühren – ein strategischer Erfolg für CEO Gunjan Kedia, die das Institut bewusst diversifizieren will.
Effizienz als Trumpfkarte
Was die Bank besonders auszeichnet: Sie arbeitet schlichtweg effizienter als die Konkurrenz. Die Aufwand-Ertrags-Quote verbesserte sich auf 57,4 Prozent – das sechste Quartal in Folge mit positiver operativer Hebelwirkung. Im Jahresvergleich erreichte diese beeindruckende 440 Basispunkte.
Der bereinigte Gewinn je Aktie wuchs um 18 Prozent, während Wettbewerber im Schnitt nur 12 Prozent schafften. Beim bereinigten Ergebnis vor Risikovorsorge lag das Plus bei 12 Prozent – Konkurrenten kamen lediglich auf 8 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei U.S. Bancorp?
Strategische Weichenstellung mit BTIG
U.S. Bancorp nutzt die starke Position für eine Akquisition: Die Übernahme der Investmentbank BTIG für bis zu 1 Milliarde Dollar soll die Kapitalmarktsparte deutlich verstärken. Die Transaktion bringt jährlich rund 750 Millionen Dollar zusätzliche Einnahmen – überwiegend gebührenbasiert.
Besonders im ETF-Geschäft hat sich die Bank bereits einen Namen gemacht: 46 Prozent aller 2025 in den USA aufgelegten ETFs werden von U.S. Bancorp verwaltet. Der Bereich Global Fund Services steigerte die Erlöse von 112 Millionen Dollar im Jahr 2021 auf 898 Millionen Dollar in 2025.
Ausblick mit Fragezeichen
Für 2026 gibt sich das Management optimistisch: Die Einnahmen sollen um 4 bis 6 Prozent steigen, die operative Hebelwirkung mindestens 200 Basispunkte betragen. Im ersten Quartal wird mit einem Zinsüberschuss-Plus von 3 bis 4 Prozent und einem Gebührenwachstum von 5 bis 6 Prozent gerechnet.
Alle Jahresziele für 2025 wurden erreicht oder übertroffen. Die Eigenkapitalrendite auf Basis des materiellen Eigenkapitals liegt bei 18,4 Prozent, die Gesamtkapitalrendite bei 1,19 Prozent.
Doch warum dann der Kursrückgang? Möglicherweise fürchten Anleger regulatorische Risiken, eine schwächelnde Konjunktur oder verschärften Wettbewerb im digitalen Zahlungsverkehr. Trotz Rekordquartal bleiben Fragezeichen – und die Börse handelt eben die Zukunft, nicht die Vergangenheit.
U.S. Bancorp-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue U.S. Bancorp-Analyse vom 20. Januar liefert die Antwort:
Die neusten U.S. Bancorp-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für U.S. Bancorp-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
U.S. Bancorp: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
