Der Reisekonzern TUI treibt den Ausbau seiner Kreuzfahrtflotte voran und prognostiziert steigende Gewinne. An der Börse dominiert hingegen Skepsis, da geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Routenplanung durchkreuzen. In dieser Phase der Verunsicherung greift das Management nun selbst in die Tasche, um Vertrauen in das eigene Geschäftsmodell zu demonstrieren.
Flottenausbau trifft auf Nahost-Krise
Auf operativer Ebene stehen die Zeichen auf Expansion. Erst kürzlich bestätigte die italienische Werft Fincantieri verbindliche Aufträge für zwei neue Hochseeschiffe des Joint-Ventures TUI Cruises, die 2031 und 2032 in Dienst gestellt werden. Gleichzeitig wächst die Flusskreuzfahrt-Sparte mit neuen, auf grüne Kraftstoffe ausgelegten Einheiten, wie bei der jüngsten Schiffstaufe in Frankfurt angekündigt wurde.
Dem gegenüber steht ein spürbarer Dämpfer durch den Nahost-Konflikt. Nach Angriffen auf den Iran Ende Februar fielen lukrative Destinationen wie Dubai und Doha aus, was sofortige Umroutungen erzwang. Das Analysehaus mwb research schätzt die finanzielle Einbuße allein für März auf rund 25 Millionen Euro beim operativen Ergebnis.
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Diese geopolitischen Störfeuer spiegeln sich deutlich in der Kursentwicklung wider. Seit Jahresbeginn hat der Titel 27,19 Prozent an Wert eingebüßt und notiert aktuell bei 6,50 Euro. Damit bewegt sich das Papier spürbar unter der 50-Tage-Linie von 7,96 Euro. Um diesem Trend entgegenzuwirken, setzten mehrere Vorstandsmitglieder Anfang März ein klares Signal. Allen voran Vorstandschef Sebastian Ebel, der seine Position am 13. März für knapp 46.340 Euro bei einem Kurs von 6,62 Euro weiter aufstockte. Ebel verwies in einem aktuellen Interview auf einen sehr guten Start in das Geschäftsjahr und betonte, dass rund 85 Prozent der Kerosinkosten für den Sommer bereits abgesichert seien.
Halbjahreszahlen als nächster Katalysator
Fundamentell steht der Konzern solider da als in den Vorjahren. Die Nettoverschuldung sank 2025 um 19 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, während die Nettoverschuldungsquote spürbar reduziert wurde. Der nächste konkrete Impulsgeber für den Markt folgt am 13. Mai 2026 mit der Vorlage des Halbjahresberichts. Die dort präsentierten Daten zu Sommerbuchungen, Airline-Kosten und Hotelauslastung bilden die Grundlage für die Bestätigung der Management-Prognose, die für das laufende Jahr ein operatives Gewinnwachstum von sieben bis zehn Prozent vorsieht.
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