Die operative Erholung läuft, die Kreuzfahrtschiffe sind wieder auf Kurs — und trotzdem werfen Investoren die TUI-Aktie aus ihren Depots. Ein gesenkter Jahresausblick überlagert aktuell die operativen Fortschritte des Reisekonzerns.
Mit einem Schlusskurs von 6,49 Euro rutschte das Papier zum Wochenausklang auf ein neues Sechs-Monats-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust damit auf über 27 Prozent. Ein RSI-Wert von 22,3 signalisiert mittlerweile einen stark überverkauften Zustand der Aktie.
Schwache Nachfrage erzwingt Gewinnwarnung
Auslöser der Talfahrt ist eine Prognoserevision der Konzernführung. Zwar rechnet das Management für das zweite Geschäftsquartal mit einem positiven operativen Ergebnis zwischen fünf und 25 Millionen Euro. Im gleichen Schritt kassierte der Vorstand jedoch den Ausblick für das Gesamtjahr.
Als Hauptgrund gilt eine spürbar schwächere Nachfrage. Analysten von Bernstein Research reagierten umgehend, stuften die Aktie auf „Market-Perform“ ein und kappten das Kursziel auf 9,20 Euro. Die Experten verweisen darauf, dass die Warnung primär auf Buchungsschwächen und nicht auf gestiegene Treibstoffkosten zurückgeht.
Tatsächlich federt eine weitreichende Absicherungsstrategie den Konzern gegen Energiepreisschocks ab. TUI hat bereits mehr als 80 Prozent des Kerosins für den Sommer sowie den Großteil des Kreuzfahrttreibstoffs preislich fixiert.
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Kreuzfahrtschiffe entkommen dem Persischen Golf
Abseits der Finanzkennzahlen löste sich zuletzt ein handfestes operatives Problem. Nach über 50 Tagen Wartezeit im Nahen Osten passierten die „Mein Schiff 4“ und die „Mein Schiff 5“ Mitte April ein kurzes Zeitfenster in der Straße von Hormus.
Der Iran hatte die Durchfahrt kurzzeitig genehmigt. Nun nehmen die Schiffe Kurs auf Kapstadt, um danach in den regulären Fahrplan zurückzukehren. Zwei zuvor abgesagte Reisen finden nun planmäßig statt.
Analysten sehen langfristiges Potenzial
Einige Marktbeobachter werten den massiven Kursrutsch als übertrieben. JPMorgan bestätigte das „Overweight“-Rating mit einem Ziel von 13,50 Euro und lobte explizit die verbesserte Kostenstruktur des Unternehmens. Die nächste fundamentale Standortbestimmung folgt im Mai 2026 mit der Vorlage der vollständigen Halbjahresbilanz.
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