Startseite » Aktien » TUI Aktie: Umsatzprognose gestrichen trotz Rekordhalbjahr

TUI Aktie: Umsatzprognose gestrichen trotz Rekordhalbjahr

TUI verzeichnet das beste erste Halbjahr, setzt aber die Umsatzprognose aus. Die Aktie verliert deutlich an Wert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bestes erstes Halbjahr der Geschichte
  • Umsatzprognose vorerst ausgesetzt
  • Kapazitäten werden reduziert
  • Aktie verliert über 27 Prozent

TUI meldet das beste erste Halbjahr der Unternehmensgeschichte. Parallel dazu streicht der Reisekonzern sein Umsatzziel für das laufende Jahr.

Am Aktienmarkt hinterlässt dieser Spagat deutliche Spuren. Seit Januar hat das Papier über 27 Prozent an Wert verloren. Aktuell kostet die Aktie 6,50 Euro.

Rekordergebnis trotz Gegenwind

Operativ läuft es rund. Das bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich auf minus 115,6 Millionen Euro. Für ein touristisches Winterhalbjahr ist das ein starker Wert.

Dabei musste das Management externe Rückschläge verkraften. Der Konflikt im Iran kostete TUI rund 40 Millionen Euro. Ein Hurrikan auf Jamaika brachte weitere Millionenbelastungen mit sich. Trotzdem wuchs das bereinigte EBIT im vierzehnten Quartal in Folge.

Weniger Angebot, stabile Preise

Das Ziel: Rabatte vermeiden. TUI nimmt bewusst Kapazitäten aus dem Markt. Das Management senkte das Angebot um bis zu fünf Prozent. Dadurch will der Konzern seine Preise im Sommer stabil halten.

Aktuell liegen die gebuchten Sommerumsätze im Airline-Geschäft sieben Prozent unter dem Vorjahr. Auch die Auslastung der konzerneigenen Hotels schwächt sich ab. Reisende buchen immer häufiger kurzfristig. Darauf reagiert das Unternehmen nun mit dem verknappten Angebot.

Prognose kassiert

Die späten Buchungen erschweren die Planung. TUI hat deshalb die bisherige Umsatzprognose vorerst ausgesetzt. Das Management wartet auf stabilere Rahmenbedingungen.

Beim operativen Gewinn bleibt der Vorstand konkreter. Für das Gesamtjahr peilt TUI ein bereinigtes EBIT zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro an. Das gilt jedoch nur ohne weitere geopolitische Eskalationen.

Langfristig setzt TUI auf Expansion. Der Konzern startet in Italien und Rumänien. Ein neues Treueprogramm soll Kunden binden. Außerdem baut das Unternehmen seine Flusskreuzfahrten aus. Die Nettoverschuldung liegt derweil stabil bei drei Milliarden Euro.

Die Strategie von CEO Ebel birgt Risiken. TUI opfert kurzfristige Auslastung für stabile Margen. Geht der Plan mit den Last-Minute-Buchern im Sommer nicht auf, drohen leere Betten. Mit einem Abstand von fast 18 Prozent zur 200-Tage-Linie bleibt die Aktie vorerst in einem klaren Abwärtstrend.

Anzeige

TUI-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TUI-Analyse vom 14. Mai liefert die Antwort:

Die neusten TUI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TUI-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

TUI: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu TUI

TUI Chart