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TUI Aktie: Short-Position auf 1,83 Prozent

Marshall Wace verkleinert Short-Position, doch WM-Effekt enttäuscht. Geopolitische Spannungen belasten den Reisekonzern zusätzlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Short-Wette von Marshall Wace reduziert
  • BlackRock erhöht Leerverkaufsposition
  • WM-Buchungen bleiben hinter Erwartungen
  • Geopolitische Risiken drücken Aktienkurs

Marshall Wace hat seine Short-Position gegen TUI von 1,99 auf 1,83 Prozent reduziert. Eine Teileindeckung — aber keine Entwarnung. Die Aktie notiert bei 6,54 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 27 Prozent verloren.

Hedgefonds dreht leicht bei

Der Londoner Hedgefonds hatte zuletzt die 2-Prozent-Marke überschritten — eine der größten Einzelwetten gegen TUI seit geraumer Zeit. Nun nimmt Marshall Wace Gewinne mit. Das kann zweierlei bedeuten: Die Wette hat sich ausgezahlt und ein Teil der Position wird geschlossen. Oder die Aktie fällt nicht mehr so leicht weiter, weshalb das Risiko steigt.

BlackRock Financial Management bewegt sich indes in die andere Richtung. Der Vermögensverwalter stockte seine Short-Position von 1,00 auf 1,10 Prozent auf.

WM-Effekt: Nüchternes Bild

Zum heutigen WM-Auftakt in Nordamerika bleibt der erhoffte Buchungsboom aus. Die Nachfrage nach USA-Reisen liegt im Veranstaltermarkt unter dem Vorjahresniveau. Der Branchenverband spricht nicht von einer Trendwende.

TUI-Chef Sebastian Ebel hatte die Erwartungen bereits früh gedämpft. Die WM werde nur einen „kleinen Effekt“ auf Buchungen haben — Urlauber schauten die Spiele am Pool auf dem iPad. Branchenexperten ergänzen: WM-Gäste verdrängen Normaltouristen, anstatt zusätzliche Nachfrage zu schaffen.

Kreuzfahrten sollen zumindest ein Stück weit kompensieren. Vom 11. Juni bis 19. Juli überträgt die Mein-Schiff-Flotte die WM-Spiele an Bord — nach ähnlichen Konzepten bei der WM 2022 und der EM 2024.

Geopolitik als Hauptbelastung

Der eigentliche Drücker bleibt der Nahe Osten. Meldungen über Raketenangriffe zwischen Iran und Israel erhöhen die Nervosität. Für Reiseunternehmen wirkt das über zwei Kanäle: Buchungsaufschübe durch Verunsicherung und steigender Kostendruck durch teurere Energie und Transport.

Die Aktie notiert rund 31 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 9,50 Euro und liegt damit auch deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 7,71 Euro. Stabilisierung hängt weniger von der WM ab — und mehr davon, ob sich die Sicherheitslage beruhigt und die Sommerbuchungen halten.

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