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TUI Aktie: Positive Ertragsprognose

Ein Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran senkt die Ölpreise und gibt der TUI-Aktie dreifachen Rückenwind durch niedrigere Kerosinkosten und bessere Buchungsaussichten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursgewinn von rund 13 Prozent nach geopolitischer Entspannung
  • Kerosin macht bis zu 30 Prozent der Betriebskosten aus
  • Trotz Rekord-EBIT zuletzt unter Druck durch Umwege
  • Management hält an Jahresprognose für Umsatz und EBIT fest

Ein Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran schickt die TUI-Aktie heute kräftig nach oben. Das Plus von rund 13 Prozent auf 7,39 Euro ist kein Zufall — sondern das direkte Ergebnis einer Kostenstruktur, die den Reisekonzern besonders empfindlich auf Energiepreisbewegungen reagieren lässt.

Warum Kerosin so viel zählt

Kerosin und Heizöl machen bis zu 30 Prozent der Betriebskosten aus. TUI betreibt eigene Fluggesellschaften und Kreuzfahrtschiffe — das macht den Konzern zum direkten Profiteur fallender Ölpreise, aber auch anfällig für Preisschocks in die andere Richtung.

CEO Sebastian Ebel hatte zuletzt mitgeteilt, 85 Prozent der Kerosinkosten für den Sommer abgesichert zu haben. Fallen die Spotpreise nun dauerhaft, verbessert sich die Kalkulationsbasis für den nicht abgesicherten Anteil spürbar.

Hinzu kommt: Trump verkündete einen zweiwöchigen Waffenstillstand mit dem Iran, der Iran signalisierte Zustimmung und stellte sichere Passage durch die Straße von Hormus in Aussicht. Für TUI bedeutet das neben günstigeren Energiepreisen auch bessere Buchungsaussichten und eine entspanntere Verbraucherstimmung — kurz: dreifachen Rückenwind.

Starke Zahlen, schwache Stimmung — bis heute

Die Rally trifft auf eine Aktie, die zuletzt trotz guter Fundamentaldaten unter Druck stand. Seit Jahresbeginn hatte der Kurs rund 17 Prozent verloren, obwohl TUI im ersten Quartal 2026 ein Rekord-EBIT von rund 77 Millionen Euro bei einem Umsatz von etwa 4,9 Milliarden Euro gemeldet hatte.

Belastet hatten vor allem die Umwege der Kreuzfahrtschiffe „Mein Schiff 4″, „Mein Schiff 5″ und „Mein Schiff 6″ um das Kap der Guten Hoffnung — wegen der Meidung des Suezkanals. Analysten von mwb research beziffern den Umsatzausfall für März auf rund 50 Millionen Euro, der EBIT dürfte sich dadurch um etwa 25 Millionen Euro verringert haben.

Operativ reagierte das Unternehmen bereits: Im April kamen 68 Extraflüge mit 10.000 zusätzlichen Sitzen dazu, um die starke Frühjahrsnachfrage zu bedienen. Laut einer aktuellen Umfrage planen rund 72 Prozent der Befragten zwischen April und Juni mindestens eine Reise — die Reiselust bleibt trotz geopolitischer Unsicherheiten robust.

Halbjahresbericht als nächster Gradmesser

Das Management hält an der Jahresprognose fest: zwei bis vier Prozent Umsatzwachstum und sieben bis zehn Prozent Wachstum beim bereinigten EBIT. Die Nettoverschuldung wurde 2025 auf 1,3 Milliarden Euro gesenkt — ein Rückgang von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Am 13. Mai legt TUI den Halbjahresbericht vor. Dann werden die Buchungsdaten für den Sommer 2026 zeigen, ob der heutige Kurssprung mehr als eine geopolitische Erleichterungsreaktion ist — und ob die Jahresziele trotz der Belastungen aus dem ersten Quartal noch in Reichweite liegen.

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