Die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran sind gescheitert. Für den Reisekonzern TUI hat diese diplomatische Eiszeit sofortige finanzielle Folgen. Steigende Energiekosten und festgesetzte Schiffe setzen das operative Geschäft massiv unter Druck. Die jüngste Kurserholung findet damit ein jähes Ende.
Ölpreis springt, Flotte blockiert
Donald Trump kündigt eine Blockade iranischer Häfen an. Das treibt den Preis für Brent-Öl direkt über die Marke von 100 US-Dollar. Reiseanbieter spüren diesen Preissprung sofort. Teureres Kerosin und teurerer Schiffsdiesel belasten die ohnehin knappen Margen erheblich.
Parallel dazu kämpft TUI Cruises mit ganz praktischen Problemen, denn zwei Kreuzfahrtschiffe stecken im Persischen Golf fest. Die „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ können die Region aktuell nicht verlassen. Das Management strich deshalb geplante Mittelmeer-Routen für rund 5.000 Passagiere.
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Diese operative Unsicherheit spiegelt sich direkt im Kursverlauf wider. Am Dienstag schloss das Papier bei 7,33 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust damit auf knapp 18 Prozent. Obwohl die Aktie auf Monatssicht fast sieben Prozent zulegte, fehlt der nachhaltige Ausbruch. Der Kurs notiert derzeit knapp unter der wichtigen 50-Tage-Linie von 7,60 Euro. Ein RSI von knapp 72 signalisiert zudem einen kurzfristig überkauften Zustand.
Vorstand hält an Zielen fest
Das Management trotzt dem geopolitischen Gegenwind und bestätigt die Jahresprognose. Das bereinigte EBIT soll im laufenden Jahr weiterhin um sieben bis zehn Prozent wachsen. Eine breite Stornierungswelle bleibt bisher aus. Die Folge: operative Zuversicht in der Konzernzentrale. Analysten teilen diesen Optimismus mehrheitlich und rufen Kursziele zwischen 9,20 und 13,50 Euro aus.
Im Mai präsentiert TUI den Halbjahresbericht. Diese Zahlen liefern den nächsten harten Fakten-Check für den Kapitalmarkt. Bis dahin diktieren die Nachrichten aus dem Nahen Osten die Richtung der Aktie.
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