Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » TUI Aktie: Deutsche Bank senkt Kursziel auf 10,50 Euro

TUI Aktie: Deutsche Bank senkt Kursziel auf 10,50 Euro

Der Reisekonzern TUI setzt seine Umsatzprognose aus und senkt die Gewinnerwartung. Buchungsrückgänge und Stornierungen belasten das Geschäft schwer.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzprognose für 2026 ausgesetzt
  • Gewinnerwartung auf 1,1 bis 1,4 Milliarden gesenkt
  • Sommerbuchungen sieben Prozent unter Vorjahr
  • Kreuzfahrtgeschäft zeigt relative Stärke

Der Nahostkonflikt schlägt voll auf die Bilanz von TUI durch. Buchungsrückgänge für klassische Mittelmeerziele zwingen den Reisekonzern zu einer drastischen Maßnahme: Die Umsatzprognose für das laufende Jahr ist ausgesetzt. An der Börse spiegelt sich die fehlende Planbarkeit in einem massiven Kursverfall wider.

Mit einem Schlusskurs von 6,46 Euro am Montag nähert sich das Papier seinem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat der Titel rund 27 Prozent seines Wertes verloren. Ein RSI-Wert von 22 unterstreicht den enormen Verkaufsdruck der vergangenen Wochen.

Stornierungen belasten das Sommergeschäft

Als direkte Folge des Iran-Kriegs liegt der gebuchte Umsatz im Airline- und Marktsegment für den Sommer sieben Prozent unter dem Vorjahreswert. Parallel dazu schwächte sich die gebuchte Hotelauslastung für das zweite Halbjahr in einer ähnlichen Größenordnung ab. Kunden meiden aktuell Destinationen wie die Türkei, Zypern und Ägypten. Nachwirkungen eines Hurrikans in der Karibik belasten das Geschäft zusätzlich.

Laut Unternehmensangaben buchen Urlauber deutlich kurzfristiger. Diese Zurückhaltung erschwert die Kapazitätsplanung massiv. Allein im März kosteten Rückholaktionen und operative Beeinträchtigungen den Konzern rund 40 Millionen Euro.

Gekappte Prognose und Analysten-Reaktionen

Der Vorstand zieht aus der schwachen Buchungslage Konsequenzen. TUI rechnet nun mit einem operativen Ergebnis zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro. Ursprünglich hatte das Management ein leichtes Wachstum gegenüber dem Vorjahr in Aussicht gestellt. Die Umsatzprognose bleibt komplett ausgesetzt, bis sich die Rahmenbedingungen stabilisieren.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TUI?

Trotz der trüben Aussichten im Pauschalgeschäft fallen die Einschätzungen der Analysten gemischt aus:

  • JPMorgan: Belässt die Einstufung auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 13,50 Euro.
  • Deutsche Bank: Senkt das Kursziel von 12,00 auf 10,50 Euro, hält aber am „Buy“-Rating fest.
  • Bernstein: Bestätigt die neutrale „Hold“-Einstufung für das Papier.

Kreuzfahrten als Anker

Während das klassische Reiseangebot leidet, zeigt das Kreuzfahrtsegment relative Stärke. Die Flotten von TUI Cruises und Marella Cruises verzeichnen nach einer starken Buchungssaison eine anhaltend hohe Nachfrage. Im April verließen die Schiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ den Persischen Golf während einer Kampfpause. Ab Mitte Mai nehmen sie ihre reguläre Sommersaison im Mittelmeer auf.

Am 13. Mai legt TUI die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal vor. Marktbeobachter rechnen mit einem bereinigten operativen Ergebnis zwischen fünf und 25 Millionen Euro. Das Management muss an diesem Termin konkrete Daten zur Hochsaison liefern, um die verbliebenen Jahresziele zu untermauern.

Anzeige

TUI-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TUI-Analyse vom 28. April liefert die Antwort:

Die neusten TUI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TUI-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

TUI: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu TUI

TUI Chart