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TUI Aktie: Citi senkt Ziel auf 7,40 Euro

Vor den Halbjahreszahlen herrscht Uneinigkeit unter Analysten über die TUI-Aktie. Gesenkte Prognosen und schwächere Buchungen belasten den Kurs.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Analysten senken Kursziele für TUI
  • Buchungsrückgang im östlichen Mittelmeer
  • TUI verlegt Kreuzfahrten auf sichere Routen
  • Jahresprognose auf 1,1 bis 1,4 Mrd. Euro gesenkt

Der Reisekonzern TUI navigiert durch eine schwierige Phase. Kurz vor den neuen Halbjahreszahlen klaffen die Erwartungen der Experten weit auseinander. Ein gesenktes Gewinnziel und schwächelnde Buchungen für das östliche Mittelmeer sorgen für Nervosität am Markt.

Analysten im Zwiespalt

Die US-Investmentbank Citi kappte ihr Kursziel kürzlich von 9,40 auf 7,40 Euro. Im gleichen Schritt reduzierte die Deutsche Bank ihre Erwartungen. Sie sieht den fairen Wert nun bei 10,50 Euro, rät aber weiterhin zum Kauf.

An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit wider. Aktuell pendelt das Papier um die Marke von 6,62 Euro. Auf Wochensicht steht zwar ein Plus von gut sechs Prozent auf der Anzeigetafel. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust allerdings auf fast 26 Prozent.

Routenwechsel und Buchungsflaute

Die Zurückhaltung der Investoren hat operative Gründe. Kunden buchen ihre Sommerurlaube aktuell zögerlich. Beliebte Ziele wie Türkei, Zypern und Ägypten verzeichnen Rückgänge. Reisen in den restlichen Mittelmeerraum können diese Lücke bisher nicht schließen.

Die regionale Volatilität zwingt das Management zum Handeln. TUI schichtet sein Kreuzfahrtprogramm für den Winter um. Die Schiffe steuern künftig sicherere Routen in Europa und rund um die Kanarischen Inseln an.

Ein kleiner Lichtblick: Zwei Schiffe von TUI Cruises haben den Arabischen Golf verlassen. Sie nehmen ab Mitte Mai wieder ihren regulären Betrieb auf.

Prognose unter Druck

Erschwerend kommt die gekappte Jahresprognose hinzu. Der Vorstand erwartet für 2026 nun ein bereinigtes operatives Ergebnis zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro. Ursprünglich hatte der Konzern mehr angepeilt.

Inflation und geopolitische Spannungen dämpfen das deutsche Reiseklima spürbar. TUI profitiert in dieser Phase von seiner finanziellen Widerstandsfähigkeit. Das Unternehmen kann flexibel auf westeuropäische Ziele ausweichen.

In Kürze legt TUI die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal vor. Dieser Bericht liefert konkrete Fakten. Der Konzern muss dann belegen, ob die Umstellung der Reiserouten die geopolitischen Belastungen abfedert. Fällt das operative Ergebnis besser als befürchtet aus, könnte die Aktie ihren jüngsten Bodenbildungsversuch über der 6-Euro-Marke erfolgreich abschließen.

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