Starke Buchungen, ein Rekordquartal — und trotzdem eine Aktie, die seit Jahresbeginn über ein Viertel ihres Wertes verloren hat. TUI liefert operative Stärke, doch der Markt zeigt sich vorerst wenig beeindruckt.
68 Zusatzflüge für April
Der Reisekonzern reagiert auf ungewöhnlich hohe Nachfrage nach klassischen Sonnenzielen und stockt sein Flugangebot kurzfristig auf. Im April starten von Hannover, Stuttgart, Düsseldorf, Frankfurt und München insgesamt 68 Zusatzflüge mit TUI fly — rund 10.000 zusätzliche Sitzplätze Richtung Spanien und Griechenland. Mallorca führt die Buchungsliste an, dahinter folgen Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, Kreta und Rhodos.
„Viele setzen aktuell bewusst auf vertraute Sonnenziele“, sagte Benjamin Jacobi, Vorsitzender der TUI Deutschland Geschäftsführung. Die Zahlen untermauern das: Knapp 75 Prozent der Sommerbuchungen 2026 entfallen inzwischen auf europäische Destinationen. Von rund 560 wöchentlichen Mittelmeerflügen gehen allein über 220 nach Spanien.
Rekordquartal trifft auf Marktskepsis
Das operative Fundament ist solide. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres steigerte TUI das bereinigte EBIT um 51,5 Prozent auf 77,1 Millionen Euro — das beste Winterquartal der Unternehmensgeschichte. Das Kreuzfahrtgeschäft legte beim bereinigten EBIT sogar um 71 Prozent auf 82 Millionen Euro zu.
Dennoch reagierte der Markt auf die Quartalszahlen verhalten. Der Grund: Der gebuchte Umsatz für Sommer 2026 lag zum Berichtszeitpunkt zwei Prozent unter Vorjahresniveau. TUI erklärte das mit der gezielten Reduzierung eigener Risikokapazitäten — als Beruhigungssignal kam das nicht überall an.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TUI?
Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen einen Umsatzanstieg von zwei bis vier Prozent gegenüber 24,2 Milliarden Euro im Vorjahr, das bereinigte EBIT soll um sieben bis zehn Prozent auf 1,5 bis 1,6 Milliarden Euro steigen. Diese Prognose bekräftigte TUI zuletzt Mitte März.
Dividendenrückkehr und der nächste Test
Ein weiteres Signal in Richtung Normalität: Die Hauptversammlung verabschiedete eine neue Dividendenpolitik. Für das Geschäftsjahr 2025 wird eine Starter-Dividende von 0,10 Euro je Aktie ausgeschüttet, ab 2026 sollen zehn bis zwanzig Prozent des bereinigten Ergebnisses je Aktie fließen.
Die Aktie notiert aktuell bei 6,57 Euro und damit rund 30 Prozent unterhalb des Anfang Januar erreichten 52-Wochen-Hochs von 9,41 Euro. Am 13. Mai legt TUI den Halbjahresbericht vor — dann liefern die aktuellen Buchungsdaten für den Sommer eine belastbare Antwort darauf, ob die Kapazitätsaufstockung die Marktskepsis der vergangenen Wochen rechtfertigt oder widerlegt.
TUI-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TUI-Analyse vom 23. März liefert die Antwort:
Die neusten TUI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TUI-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TUI: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
