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Symbolbild, KI-generiert

TUI Aktie: Beben in der Chefetage!

TUI ordnet die Führungsebene neu und evakuiert zwei Schiffe aus dem Persischen Golf. Der Konzern hält trotz der Krise an seinen Jahreszielen fest.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zwei Kreuzfahrtschiffe evakuieren aus dem Persischen Golf
  • Neue Führungsstruktur mit integriertem Plattformmodell
  • Aktie erholt sich nach Kursgewinnen deutlich
  • Management bestätigt Jahresziele trotz Krise

TUI durchlebt turbulente Tage. Auf dem Meer entkommen zwei festsitzende Kreuzfahrtschiffe dem Krisengebiet im Persischen Golf. Im Hauptquartier baut Konzernchef Sebastian Ebel parallel dazu die gesamte Führungsebene um. Die Neuausrichtung markiert einen Wendepunkt für den Reisekonzern.

Teure Flucht aus dem Orient

Wochenlang saßen zwei Kreuzfahrtschiffe von TUI Cruises im Nahen Osten fest. Mitte April gelang nun die Ausreise durch die Straße von Hormus. Die Schiffe nehmen Kurs auf Südafrika. Von Kapstadt aus geht es mit einer kleinen Rumpfbesatzung weiter ins Mittelmeer. Beim Zwischenstopp am Kap der Guten Hoffnung nehmen die Ozeanriesen Treibstoff, Proviant und neues Personal an Bord.

Die Evakuierung reißt Lücken in den Fahrplan. TUI strich sämtliche Reisen der beiden Schiffe bis Anfang Mai. Kunden erhalten ihr Geld zurück oder einen Rabatt auf Neubuchungen. In der Branche kursieren derweil Gerüchte über hohe Gebühren für die Hormus-Passage. Bis zu 1,7 Millionen Euro pro Schiff könnten angefallen sein.

Neues Machtzentrum

Während sich die operative Lage auf See entspannt, ordnet TUI die Chefetage neu. Marco Ciomperlik steigt zum Chief Operating Officer auf. Er verantwortet künftig das gesamte operative Geschäft. Dazu zählen Reiseveranstalter, die eigene Airline und die Hotelmarken.

Die bisherige strikte Trennung der Sparten endet damit. Das Ziel: ein integriertes Plattformmodell. Im gleichen Schritt verlassen David Schelp und Peter Krueger den Konzern Ende April. CEO Sebastian Ebel steuert künftig die Gruppenstrategie und die Joint-Ventures direkt.

Aktie erholt sich

Finanziell hält der Reisekonzern trotz der jüngsten Nahost-Krise Kurs. Das Management rechnet für das laufende Jahr weiterhin mit einem leichten Umsatzplus. Das bereinigte operative Ergebnis soll um sieben bis zehn Prozent wachsen. Die Sommerbuchungen lagen zuletzt zwar minimal unter dem Vorjahr. TUI wertet dies aber als kurzfristige Delle.

An der Börse honorieren Investoren diese Stabilität. Die TUI-Aktie kletterte im vergangenen Monat um knapp 15 Prozent auf 7,55 Euro. Der Rückstand seit Jahresbeginn schmilzt damit spürbar. Der Kurs nähert sich wieder der 200-Tage-Linie bei rund acht Euro an.

Die Bewährungsprobe für das neue Führungsmodell beginnt sofort. Am 22. Mai startet die Mittelmeersaison der Flotte auf Kreta. Spätestens dann muss das operative Geschäft unter Ciomperliks Leitung reibungslos funktionieren.

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