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Symbolbild, KI-generiert

TUI Aktie: 21,61 Prozent Minus seit Jahresbeginn

TUI und Corendon bieten der niederländischen Regierung den Betrieb des Regierungsflugzeugs an. Der Aktienkurs reagiert nicht auf die Nachricht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • TUI bewirbt sich um Regierungsauftrag
  • Gemeinsames Angebot mit Corendon
  • Staat könnte Neukauf vermeiden
  • Aktie setzt Talfahrt fort

Die TUI macht der niederländischen Regierung ein verlockendes Angebot. Gemeinsam mit dem Konkurrenten Corendon will der Reisekonzern das aktuelle Regierungsflugzeug weiterbetreiben. Der Staat könnte so rund 100 Millionen US-Dollar für einen Neukauf sparen. An der Börse verpufft die Nachricht jedoch komplett.

Alternative zum teuren Neukauf

Das Kabinett in Den Haag plant die Anschaffung eines neuen Jets für Staatsgäste und die Königsfamilie. Der Grund: Die bisherige Betreiberin KLM rüstet ihre Flotte auf Maschinen von Airbus um. Dadurch fehlt demnächst das Personal für die Wartung der aktuellen Boeing 737.

Hier wittern TUI und Corendon ihre Chance. Beide Fluggesellschaften verfügen über große Boeing-Flotten. Sie bieten an, Betrieb und Wartung der Regierungsmaschine künftig zu übernehmen. Bislang blockt das niederländische Infrastrukturministerium ab. Die Behörde verweist darauf, dass aktuell nur die KLM alle strengen Sicherheitsanforderungen erfülle. Eine finale Entscheidung des Kabinetts steht noch aus.

Aktie weiter unter Druck

Aktionäre zeigen sich von den diplomatischen Ambitionen unbeeindruckt. Das Papier verlor am Mittwoch 2,37 Prozent und rutschte auf glatte 7,00 Euro ab. Damit setzt sich die Talfahrt der vergangenen Wochen nahtlos fort. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf beachtliche 21,61 Prozent.

Charttechnisch bleibt die Lage stark angespannt. Der Kurs notiert rund 8,5 Prozent unter der wichtigen 200-Tage-Linie. Dieser langfristige Durchschnitt verläuft aktuell bei 7,65 Euro. Er dient bereits seit Monaten als harter Widerstand nach oben.

Rückenwind bei den Kosten

Operativ hellt sich das Bild abseits des potenziellen Staatsauftrags deutlich auf. Die Bundesregierung hat die deutsche Luftverkehrsteuer zum 1. Juli wieder gesenkt. Ab dem Winter fallen zusätzlich die Gebühren für den Reisesicherungsfonds. Das beschert der gesamten Branche spürbare Einsparungen im Tagesgeschäft.

TUI profitiert somit zeitnah von sinkenden Fixkosten im Heimatmarkt. Ob als operativer Bonus noch der prestigeträchtige Wartungsvertrag aus den Niederlanden hinzukommt, liegt nun allein beim Kabinett in Den Haag. Bis zu einem positiven Beschluss preist der Markt dieses Szenario nicht ein.

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