Taiwan Semiconductor Manufacturing Company legt bei seiner US-Expansion nach. Der weltgrößte Auftragsfertiger für Chips investiert zusätzliche 100 Milliarden Dollar in seinen Standort Arizona. Damit steigt das gesamte geplante Investitionsvolumen dort auf 265 Milliarden Dollar.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. TSMC reagiert auf eine anhaltend starke Nachfrage nach fortschrittlichen Chips, vor allem für Anwendungen im Bereich künstliche Intelligenz. Die Aktie schloss am Montag bei 352,50 Euro, ein Plus von 1,59 Prozent zum Vortag.
Zehn Fabriken statt sechs
Das frische Kapital fließt in den Bau von vier weiteren Fabrikationsanlagen. Insgesamt könnte TSMC damit auf zehn Chip-Fabriken und zwei Anlagen für fortschrittliche Verpackungstechnik in Arizona kommen. Treiber der Entscheidung ist eine mehrjährige, strukturelle Nachfrage großer US-Kunden nach KI-Chips und Hochleistungsrechnern.
TSMC beliefert Branchengrößen wie Apple, AMD und Nvidia. Mit dem Ausbau in den USA will der Konzern die heimische Halbleiter-Lieferkette stärken und seine Marktführerschaft gegen wachsende Konkurrenz verteidigen.
Billig ist das Vorhaben nicht. Firmenverantwortliche räumen ein, dass der Bau von Fabriken in den USA vier- bis fünfmal teurer ist als in Taiwan. Das dürfte die Rentabilität in der Anfangsphase belasten. Hinzu kommt eine mögliche Knappheit an Fachkräften für den Bau in Arizona — ein Problem, das TSMC gemeinsam mit lokalen Behörden angehen will. Der CHIPS Act der US-Regierung federt einen Teil der Mehrkosten durch Subventionen ab.
Finanzchef Wendell Huang betonte das Engagement des Unternehmens und zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Fortschritt in Arizona. Er verwies dabei auf die starke Unterstützung durch die US-Regierung.
Kurs unter Druck trotz Rekordjahr
An der Börse zeigt sich derzeit ein gemischtes Bild. Die Aktie notiert 16,17 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 420,50 Euro, das erst am 1. Juli erreicht wurde. Auf Monatssicht steht ein Rückgang von 13,92 Prozent zu Buche.
Der langfristige Trend bleibt davon unberührt. Binnen zwölf Monaten legte die Aktie um 72,37 Prozent zu, seit Jahresbeginn um 37,16 Prozent. Die jüngste Schwäche wirkt damit eher wie eine Verschnaufpause nach einem kräftigen Anstieg als wie ein Stimmungsumschwung.
Für die kommenden Jahre bleibt die Richtung klar vorgegeben. Mit dem Ausbau auf zehn Fabriken in Arizona bindet sich TSMC langfristig an den US-Markt — und an die Erwartung, dass die Nachfrage nach KI-Chips über Jahre hinweg hoch bleibt.
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