Der weltgrößte Auftragsfertiger für Chips denkt offenbar über den nächsten Schritt in den USA nach. TSMC prüft Insidern zufolge eine zusätzliche Investition in Texas. Sie käme on top zu den Milliarden, die bereits für Arizona zugesagt sind.
Arizona bleibt der Kern
Fest steht bislang nichts. Die Pläne sind nicht final, das Unternehmen wollte sich nicht äußern. Taiwanische Medien hatten das Thema zuerst aufgegriffen, nun deuten Informationen aus dem Umfeld des Konzerns in dieselbe Richtung.
Die Dimension lässt sich an Arizona ablesen. Im Juli kündigte TSMC dort weitere 100 Milliarden Dollar an und hob die Gesamtzusage auf 265 Milliarden Dollar. Konzernchef C.C. Wei sprach damals von „wahrscheinlich vier oder mehr zusätzlichen Fabs“, sowohl in der Chipfertigung als auch im Advanced Packaging.
Am Ende sollen in Arizona zwölf Fertigungs- und Packaging-Anlagen stehen, dazu ein Forschungszentrum. Finanzchef Wendell Huang hatte im Sommer bekräftigt, dass TSMC weiter in den USA investieren will. Ein zweiter Standort in Texas würde diese Linie fortsetzen und die Produktion breiter über das Land streuen.
Zahlen Mitte Oktober
Am Kapitalmarkt dürfte das Thema bis zu den nächsten Quartalszahlen mitlaufen. ASML legt am 14. Oktober vor, TSMC folgt einen Tag später. Im Juli hatten beide Konzerne starke Ergebnisse geliefert, die Aktien gaben trotzdem nach. Die Erwartungen für die kommende Runde gelten als niedriger, zudem beschäftigt ein Preiskampf in der Branche die Investoren.
Die US-Aktie von TSMC schloss zuletzt bei 456,19 Dollar, nachbörslich ging es leicht aufwärts. Größere Kursreaktionen auf die Texas-Meldung blieben aus, schließlich ist die Investition bislang nur ein Gedankenspiel.
Konkrete Hinweise zu Volumen und Standort in Texas könnten spätestens am 15. Oktober folgen, wenn TSMC seine Zahlen vorlegt und das Management zu den Ausbauplänen Stellung nimmt.
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