Auf dem North America Technology Symposium hat TSMC diese Woche gleich zwei Signale gesendet: ein neues Prozessknoten-Debüt und eine massive Produktionsausweitung. Beides zusammen skizziert, wohin die Halbleiterbranche in den nächsten Jahren steuert.
A13 und CoWoS: Die Roadmap wird dichter
Der A13-Prozess feierte seinen offiziellen Auftritt. Er ist ein direkter Shrink des bestehenden A14-Knotens und soll Leistung sowie Energieeffizienz weiter verbessern. Die aktualisierte Roadmap umfasst nun die Knoten N2U, A12 und A13 in dieser Reihenfolge.
Parallel dazu konkretisierte TSMC seine Advanced-Packaging-Pläne. Die CoWoS-Roadmap (Chip on Wafer on Substrate) zielt bis 2029 auf System-in-Packages mit mehr als 14-Reticle-Größe. Aktuell produziert das Unternehmen bereits 5,5-Reticle-große CoWoS-SiPs in der Massenproduktion — mit einer Ausbeute von über 98 Prozent.
70 Prozent mehr Kapazität für 2nm
Das ist die Kernbotschaft des Symposiums. TSMC erhöht die Produktionskapazität für 2nm-Chips um 70 Prozent. Hintergrund ist die anhaltend starke Nachfrage aus dem KI- und Hochleistungsrechner-Segment. Großkunden wie Apple und Nvidia stehen vor dem Wechsel auf Sub-2nm-Architekturen — und brauchen entsprechende Liefermengen.
Das Management sieht den 2nm-Knoten als zentralen Wachstumstreiber des nächsten Zyklus. TSMC hält nach eigenen Angaben rund 70 Prozent des globalen Foundry-Marktes — eine Position, die das Unternehmen mit der Kapazitätserweiterung absichern will.
Bewertung und Analystenstimmung
Die Marktkapitalisierung pendelt derzeit um die 2,03 Billionen Dollar. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 32,59 — deutlich über dem Fünf-Jahres-Median von 22,78. Die Prämie spiegelt die Erwartungen wider, die der Markt in die KI-getriebene Nachfrage setzt.
Analysten bleiben überwiegend optimistisch. Das Konsensrating lautet „Kaufen“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 404,29 Dollar, einzelne Schätzungen reichen bis 477 Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten Analysten einen Gewinn je Aktie von 15,10 Dollar.
Bemerkenswert: Laut Form-4-Meldungen vom 29. April erwarb Vizepräsident Bor-Zen Tien am Vortag 20 American Depositary Shares zu Kursen zwischen 386 und 390 Dollar — ein kleines, aber öffentlich sichtbares Signal aus dem Unternehmen selbst.
Der A16-Prozess soll erst 2027 in die Volumenproduktion gehen. Die Lücke bis dahin soll die beschleunigte 2nm-Rampe gemeinsam mit dem neuen A13-Knoten schließen. Im amerikanischen Arizona läuft indes die dritte Fab-Anlage, deren Bau Mitte 2025 begann — N4-Technologie wird dort bereits in der Massenproduktion gefertigt.
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