TSMC hat gerade das achte Quartal in Folge mit zweistelligem Gewinnwachstum abgeliefert. Die eigentliche Nachricht dahinter ist eine andere: Der weltgrößte Chipfertiger kann schlicht nicht genug produzieren, um die Nachfrage zu bedienen.
Rekordmargen, volle Auftragsbücher
Der Umsatz kletterte im ersten Quartal 2026 auf umgerechnet rund 31 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomarge erreichte mit 66,2 Prozent einen neuen Rekord — und übertraf damit die eigene Prognose von 63 bis 65 Prozent deutlich. Der Nettogewinn lag bei knapp 16 Milliarden US-Dollar.
William Li, Analyst bei Counterpoint Research, bringt es auf den Punkt: „Die Geschichte für 2026 dreht sich genauso um Ressourcenengpässe wie um Wachstum. Die Nachfrage übersteigt das Angebot erheblich — und zeigt keine Zeichen einer Abschwächung.“ TSMC ist faktisch ausverkauft.
CoWoS: Der Flaschenhals hinter dem Flaschenhals
Neben der reinen Wafer-Fertigung ist TSMCs Advanced-Packaging-Technologie CoWoS zum zweiten kritischen Engpass geworden. Ohne CoWoS läuft kein moderner KI-Beschleuniger. Die Kapazität ist bis Mitte 2026 vollständig vergeben.
TSMC plant, die monatliche CoWoS-Kapazität bis Ende 2026 von rund 75.000 bis 80.000 Wafer auf bis zu 130.000 Wafer auszubauen. Nvidia sichert sich dabei den Löwenanteil: Branchenberichten zufolge entfallen mehr als 60 Prozent der gesamten CoWoS-Kapazität für 2025 und 2026 auf den Grafikchip-Konzern.
Das 2-Nanometer-Verfahren (N2) ist ähnlich angespannt. Alle drei Produktionsfabriken sind mit Vorlaufzeiten von 78 bis 104 Wochen ausgebucht. Neue Aufträge werden frühestens 2028 erfüllt.
Ausblick: Mehr als 30 Prozent Wachstum geplant
Für das zweite Quartal erwartet TSMC einen Umsatz zwischen 39,0 und 40,2 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomarge soll bei 65,5 bis 67,5 Prozent liegen.
Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Management ein Umsatzwachstum von mehr als 30 Prozent in Aussicht. Die Investitionsausgaben sollen am oberen Ende der ursprünglich angekündigten Spanne von 52 bis 56 Milliarden US-Dollar landen. Zum Vergleich: In den drei Jahren zuvor hat TSMC zusammen rund 101 Milliarden US-Dollar investiert — das diesjährige Budget allein entspricht mehr als der Hälfte davon.
Kein Wunder, dass die Aktie nach den Zahlen trotzdem nachgab. Nach einem Kursanstieg von fast 31 Prozent seit Jahresbeginn nutzten viele Investoren die starken Quartalszahlen schlicht zur Gewinnmitnahme. Das ändert nichts am strukturellen Bild: TSMC bleibt der zentrale Profiteur des KI-Investitionszyklus — und der Engpass, der diesen Zyklus begrenzt.
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