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TSMC Aktie: Google bestellt bei Intel Foundry

Google bestellt KI-Prozessoren bei Intel Foundry, während TSMC unter Kapazitätsengpässen leidet. US-Politik verschärft zudem Exportkontrollen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Google wechselt zu Intel Foundry
  • TSMC kämpft mit Kapazitätsgrenzen
  • US-Senatoren fordern schärfere Regeln
  • Aktie trotz Hürden im Aufwärtstrend

Die Nachfrage nach KI-Chips sprengt alle Prognosen. TSMC produziert am absoluten Limit. Das zwingt nun erste Großkunden zum Handeln. Tech-Giganten diversifizieren ihre Lieferketten.

Tech-Riesen suchen Alternativen

TSMC-Chef C.C. Wei warnt vor einem jahrelangen Engpass bei KI-Halbleitern. Der Konzern weitet seine Produktion massiv aus. Im ersten Quartal 2026 rollen 4,3 Millionen Wafer vom Band. Ein Jahr zuvor waren es noch 3,3 Millionen. Dennoch reicht das Volumen nicht aus.

Die Folge: Google wandert ab. Der Suchmaschinenkonzern bestellt laut Branchenberichten über drei Millionen maßgeschneiderte KI-Prozessoren bei Intel Foundry. Intel liefert die Chips bis 2028 aus. Auch Nvidia prüft offenbar Intels neues 18A-Verfahren für zukünftige Chip-Designs. Die Abhängigkeit von TSMC wird den Branchenführern schlicht zu riskant.

US-Politik nimmt Schlupflöcher ins Visier

Parallel dazu wächst der politische Druck. Am Dienstag forderten die US-Senatoren Jim Banks und Andy Kim schärfere Exportkontrollen für Auftragsfertiger. Sie wollen KI-Chip-Lieferungen an ausländische Töchter chinesischer Firmen stoppen.

Bisher umgehen chinesische Unternehmen die US-Sanktionen über solche Drittparteien. Die US-Behörde BIS soll dieses Schlupfloch nun schließen. TSMC muss internationale Kunden künftig wohl deutlich strenger prüfen. Das könnte das Auftragsvolumen aus bestimmten Regionen bremsen.

Starke Kursbilanz trotz Gegenwind

An der Börse reagieren Anleger gelassen auf die operativen Hürden. Die TSMC-Aktie schloss am Montag bei 370,00 Euro. Auf Jahressicht steht ein massives Plus von rund 103 Prozent auf der Anzeigetafel. Ein leichter Rücksetzer von knapp vier Prozent auf Wochensicht trübt das starke Chartbild kaum.

Operativ treibt TSMC seine globale Expansion voran. Im dritten Quartal 2025 öffnet ein neues Designzentrum in München. Dort liegt der Fokus auf Automobilanwendungen und dem Internet der Dinge.

Die Auftragsbücher bleiben derweil prall gefüllt. Die neuen Fabriken in Arizona sind bereits bis Ende 2027 vollständig ausgelastet. Technologische Sprünge wie High-NA-EUV-Systeme stecken allerdings noch in der Entwicklung.

Diskussion zu TSMC

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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